Die wichtigste Person auf dem Spielfeld?

Die wichtigste Person auf dem Spielfeld?

Schiedsrichterteam
08 Mai

Das würde eine Schiedsrichterin oder ein Schiedsrichter nie von sich behaupten. Aber ohne sie geht es nicht.


Im Interview Nico Walbrunn mit seinem Partner Philipp Jordan:

Beide wirken derzeit entspannt, zu entspannt der eigenen Meinung nach. Da der Saisonabbruch Mitte März schnell, hart und plötzlich kam. Seitdem sind beide in einer Zwangspause.

Redaktion: Wie geht es Euch in der momentanen Situation ?

Nico: Irgendwie komisch. Da ist man die ganze Saison im positiven Dauerstress und freut sich auf den Sommer, die kurze Pause zwischen einer beendeten Saison im April, den Qualifikations-Turnieren im Mai und Juni, bevor im Juli immer ein bis zwei Pokalspiele der neuen Saison ab September anstehen.

Philipp: Man könnte meinen eine Pause tut ganz gut, aber dem ist nicht so. Kaum hat man eine verordnete Auszeit, da möchte man wissen wann es endlich wieder weitergeht.

Redaktion: Habt Ihr den sonst keine Pause ?

Philipp: Üblicherweise gibt es sonst für uns keinen richtigen handballfreien Monat. Den Juli nutzt der DHB und BHV standardmäßig für Schiedsrichter-Lehrgänge. Zusätzlich gibt es begehrte Vorbereitungsturniere wie in Wangen im Juli oder das Füchse-Turnier in Berlin.

Nico: Im August stehen die ersten Vorbereitungsspiele der Mannschaften an. Schließlich sind auch Testspiele für Schiedsrichter wichtig. Wenn einen Mannschaft für die Saison trainiert, dann wollen wir das auch. Schließlich wird Leistung vom ersten Spieltag an verlangt.

Redaktion: Was kommt da so an Spielen in einer Saison zusammen ?

Nico: In der verkürzten Saison 19/20 kamen wir auf insgesamt 56 Liga- Pokal- und Qualifikationsspiele.

Philipp: Und die Spiele bei den Turnieren in Berlin und Lund (Schweden).

Redaktion: Was bleibt bei Euch besonders in Erinnerung ?

Nico: Ganz klar die Teilnahme an den Turnieren in Berlin und Lund.

Philipp: Gerade Lund ist eine tolle Atmosphäre – 700 Mannschaften aus aller Welt, 4 Tage durchgehend Handball. Besonders toll für uns, man trifft viele bekannte Schiedsrichter die wie ein drittes Team sich gegenseitig helfen und unterstützen. Eigentlich passt das Wort „Familie“ statt „Team“ besser.“

Redaktion: Könnte Ihr die Aufgabe auch anderen empfehlen?

Nico: Ja natürlich. Das Pfeifen macht uns wahnsinnig viel Spaß. Jeder kann in kleinen Schritten anfangen. Zunächst bei Mannschaften in den jüngeren Jahrgängen und sich dann Schritt für Schritt hoch arbeiten. So haben wir es auch gemacht.

Philipp: Der Verein unterstützt die Ausbildung und übernimmt die Kosten dafür. Gerne können sich Interessierte auch an uns wenden. Wir beantworten gerne mögliche Fragen oder unterstützen auch bei den ersten Einsätzen. 

Redaktion: Vielen Dank an Euch beide für das Interview. Stellvertretend für alle Schiedsrichter herzlichen Dank, dass Ihr diese Aufgabe übernehmt.


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