A Jugend, LL 2008 / 2009: Berichte
22.3.09 "Rasantes Finale gegen Dietmannsried" (18:23)
Im letzten Saisonspiel gab es zwar kein Happy End, aber für die Mädels geht es weiter bergauf. Gegen den TSV Dietmannsried lieferten wir ein wirklich rasantes Landesligaduell.
Doch vor Spielbeginn wirkten doch eher wir etwas verschlafen, obwohl die Gegner die lange Anreise aus dem Allgäu hinter sich hatten. Zudem stellte sich nun heraus, dass auch Meli und Dani angeschlagen waren, nachdem Fabi, Sophia und Mira ausfielen. Also hieß es schleunigst aufwachen und ins Spiel finden. Schnell war klar, dass die Gäste mehr drauf hatten als es ihr Tabellenplatz vermuten ließ, tja ähnlich wie bei uns. Aber der Punktgewinn letzte Woche hatte Selbstvertrauen gegeben und so warf Dani ohne viel Federlesens gleich beim ersten Ballkontakt aus der zweiten Reihe aufs Tor und drin war der Ball! Und so ging es weiter, Lina, Meli, wunderschöne Rückraumtore. Schnell lagen wir mit 6:3 vorne, doch so leicht ließen sich die Gegner leider nicht abschütteln. Kurz lagen beide Teams wieder Kopf an Kopf, dann ging Dietmannsried seinerseits mit 8:11 in Führung, doch zur Pause waren wir wieder dran (12:13).
In Hälfte zwei machen sich langsam die Ausfälle unserer Rückraumspieler bemerkbar, auch wenn Dani kräftig die Zähne zusammenbeißt und es immer wieder ein paar Minuten probiert. Meli spielt komplett durch und obwohl sie merklich mit gedrosseltem Tempo antritt, wirft sie doch die meisten Tore. Julia rutscht von außen auf halb und begeht dort das fulminanteste Stürmerfoul des Spiels – gleich drei Leute umgekegelt, das kann nicht mal ein Schiedsrichter übersehen, dessen Wahrnehmungsschwelle ein gutes Stück höher liegt als gewohnt. Aber eine wirklich fulminante Leistung zeigt sie heute in der Abwehr. Gegen Dietmannsrieds starke Linkshänderin im rechten Rückraum geht sie aggressiv und blitzschnell zu Werke und hat sie damit fast vollständig unter Kontrolle. Um die einen Kopf größere Gegnerin allerdings komplett auszuschalten braucht es natürlich die Hilfe der Vorgezogen. Diesen Job erledigt Dani mal wieder fehlerfrei und beweist dass sie auf dieser Position tatsächlich die Nummer „Eins“ ist. In Vertretung erledigen Caro und nach kurzer Eingewöhnung auch Sandra die Aufgabe ordentlich. Marina agiert in der Defensive auf Außen und Halb herrlich souverän und bremst damit die Gegner immer wieder aus. Lina hat hinten die Fäden in der Hand und oft noch im Fallen die Fingerspitzen zwischen dem Ball und ihrer Kreisläuferin. Vorne macht sie immer wieder den Ball unglaublich schnell und erzeugt damit viel Druck auf die Abwehr. Am Kreis bewegt sich Caro sehr schön nur am Abschluss hapert es heute noch. Madeleine zeigt einen fehlerfreien Einstand bei den „Großen“ und Susanne ist da als sie gebraucht wird. Lana flitzt unermüdlich die rechte Außenbahn rauf und runter und versenkt aus kleinstem Winkel den Ball im Tor. Auf der anderen Seite strahlt Laura heute wieder einige Coolness aus und hält prompt einen wichtigen Gegenstoß.
Alles in allem ein weiteres grandioses Spiel. Bis wenige Minuten vor dem Ende ist auch noch alles offen, wir liegen nur ein Tor zurück. Aber dann geht dem Team die Puste und damit die Konzentration aus und die knappe Partie kippt zu Gunsten der Gäste (18:23).
Ein Happy End wäre natürlich schön gewesen, aber wir fangen ja sowieso gerade erst an!Es spielten für den HCD: Laura (Tor), Caro (1), Lana (1), Sandra, Lina (4/1), Dani (5), Julia (1), Madeleine, Sanne, Marina, Meli (6)
15.3. TSF Ludwigsfeld-HCD 28:28 - "Spielfreude und Kampfeswille"
In einer heiß umkämpften Partie gabs für uns beim TSF Ludwigsfeld einen hochverdienten Auswärtspunkt (28:28). Die Gastgeber boten neben zwei starken Rückraumspielerinnen vor allem ein hohes Tempo, aber wir konnten von Anfang bis Ende auf Augenhöhe dagegenhalten. Aus dem Spiel heraus stand die Abwehr bis auf kleinere Fehler und eine Phase des Konzentrationsmangels sehr gut. Sowohl die individuelle als auch die Teamleistung aller Mädels ist in der Defensive über weite Strecken sehr zufriedenstellend. Daraus sogar noch hervorzuheben sind hier Dani als Vorgezogen, Lina als Hinten-und-überall-gleichzeitig-Mitte und Julia auf Halblinks. Mitte der ersten Hälfte besann sich auch Laura ihrer Stärke und glänzte mit einigen tollen Paraden, was der Auslöser zur ersten erfolgreichen Aufholjagd war, wir kamen von einem 13:8-Rückstand wieder auf 13:12 ran.
Unser Hauptproblem lag an anderer Front: Wie schon im Hinspiel fielen viele Gegentore nach Ballverlusten unseres Angriffs. Aber Lina vereitelte mit grandiosen Sprints und technischem Feingefühl immer noch Schlimmeres. Bei unseren eigenen Kontern wechselten sich Licht und Schatten ab, mal geniales Zusammenspiel mal zu hektischer Abschluss. Aber auch neben den Gegenstößen wurde Schnelligkeit geboten. Der Angriff machte richtig gut Tempo und riss sich damit immer wieder Lücken bzw. spielte die Außenangreifer frei. Jede einzelne Spielerin trug sich in die Torschützenliste ein, alle Außen und auch Caro auf ungewohnter Position am Kreis waren erfolgreich. Marina war nach ihrer Handballpause nicht nur in der Abwehr gewohntermaßen eine Bank sondern belohnte ihre Aufmerksamkeit heute mit einem Tor. Doch selbst wenn die eine oder andere nicht getroffen hätte, die Würfe aufs Tor kamen und waren teils wunderschön herausgespielt und das ist erstmal das Wichtigste!
Besonders „heiß“ war Julia, sie spielte auf Linksaußen und beim Gegenstoß eine erstklassige Partie, immer brandgefährlich und blitzschnell. Im linken Rückraum tat Dani es ihr nach, mit super Technik und Schnelligkeit im Kopf und den Füßen ein ständiger Störfaktor. Dazu warf sie wiedermal ein klasse Rückraumtor. Bei Lina wollte die erste Halbzeit lang der Ball nicht ins Tor, dafür brachte sie mit leichthändigen Pässen Mal um Mal die gegnerische Abwehr ins Straucheln. In Hälfte zwei platzte beim Siebenmeter dann der Knoten und es rappelte noch ein paar Mal in der Kiste. Das beste Timing im Zusammenspiel mit Mitte und Außen zeigte heute Mira, immer wieder taten sich vor ihr die Lücken auf und im vollen Lauf war sie nicht zu stoppen oder sie ließ den Ball wunderschön auf außen abtropfen. Auch sie warf ein sattes Rückraumtor, oben ins lange Eck. Das bemerkenswerteste Tor hatte heute allerdings Meli, die noch angeschlagen war und geschont wurde, für sich reserviert, als ein zu lang geratenes Kreisanspiel am Torhüter vorbei in die Maschen kugelte. Acht Minuten vor Schluss lagen wir grade wieder zwei Tore hinten, jetzt hieß es Endspurt. Und die Mädels bissen auf die Zähne und zogen nochmal an. Innerhalb von fünf Minuten drehten wir das Ergebnis von 26:24 auf 26:27. Dann wieder Ausgleich und wieder Führung. Doch dann kam erneut der Ausgleich und die Zeit reichte nicht mehr. Ein klitzekleines bisschen Traurigkeit war dann doch da, aber nicht bei den Trainern, denn die hatten grade ein sensationelles Spiel gesehen. Und diese grandiose Mannschaftsleistung weckt Vorfreude auf das Saisonfinale nächsten Sonntag!Für den HCD im Einsatz: Laura (Tor), Caro (1), Lana (1), Marina (1), Lina (5/2), Dani (5/1) Julia (4), Sanne (2), Meli (2), Mira (7)
Kleinster Kader zeigt stärkste Leistung
Die Vorzeichen für unser Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten TSV Wertingen waren alles andere als positiv: Bis zwei Stunden vor Abfahrt ließen vor allem Grippe und Magen-Darm-Virus den 11er-Kader auf gerade mal 5 Spielerinnen dahin schmelzen. Weder von den Seniorinnen noch aus der B2-Jugend ließ sich Ersatz auftreiben, die B1 spielte selbst auswärts, aber Gott sei Dank in der Nähe. Blieb also nur die Möglichkeit, per Eilboten noch B1-Mädels in Untermenzing abzuholen und innerhalb einer Stunde nach Wertingen zu chauffieren. Als Eilbote fand sich Heinz, der spontan seinen Nachmittag opferte. Steffi war vom Judo-Wettkampf tags zuvor im wahrsten Wortsinn „angeschlagen“, doch sonst alle soweit gesund. Also hatten wir immerhin ein komplettes Team beisammen und die Devise lautete: Zu verlieren habt ihr nix, habt Spaß und probierts was aus.
Der Plan war, auch Steffi, Lana und Fabi im Rückraum probieren zu lassen und auch Laura mal ins Feld zu stellen, solange hätte sich Lina im Tor etwas „ausruhen“ können. Um ins Spiel zu finden, wurde allerdings erstmal folgende Aufstellung gespielt: von Linksaußen nach Rechtsaußen Steffi, Dani, Lina, Julia, Lana, am Kreis Fabi.
Los gings, Wertingen warf schnell 3 Tore, wir blieben dran und gingen dann mit 3:4 in Führung. Die Abwehr hatte sich gefestigt und Lina konnte immer wieder eigenständig zwischen 6:0- und 5:1-Deckung wechseln, während Fabi hinten die Stellung hielt. Mit dieser aggressiven Defensive kamen die Gastgeber absolut nicht zu Recht, ein ums andere Mal fing Lina die Bälle raus und brachte uns mit den routiniert verwandelten Gegenstößen weiter in Führung, Zwischenstand 3:8. Positiver Nebeneffekt war natürlich, dass sich das Team mit solch leichten Toren insgesamt einen Haufen Puste sparen konnte, was wiederum der Abwehrarbeit zu Gute kam. Die Übergabe der Kreisläuferin von Dani zu Lina zu Fabi und zurück klappte unter Lauras lautstarker Regie hervorragend. Auf Danis und Steffis Seite war überhaupt kein Durchkommen für Wertingen und dazu konnten wir hier einige Bälle gewinnen. Auf der anderen Seite mussten Julia und Lana schwer gegen Wertingens –naja, nennen wie sie „motivierteste“ Spielerin schuften, mit Erfolg, von ihr fiel kein Tor über außen.
Es lief alles wie am Schnürchen, bald stand es 4:11. Aus der starken Defensive heraus klappte es auch vorne. Viel hatte die Abwehr der Gäste nicht entgegenzusetzen, wir waren stets in Bewegung und simple Täuschungen führten immer schnell zum Erfolg. Die Regieanweisung von der Bank bestand hauptsächlich darin, das Tempo gemäßigt zu halten und sich die Kräfte einzuteilen. Die ließen denn auch irgendwann ein bisschen nach, der Ball fand mehrfach den Weg ins Tor nicht mehr und zur Pause stand es 7:11.
Von der eigenen Leistung euphorisiert – Steffi verspürte vor lauter Adrenalin keine Schmerzen mehr- wollten jetzt alle nur noch den Sieg, kämpfen gegen jegliche aufkeimende Hoffnung bei den Gastgebern war angesagt.
Zu Beginn von Hälfte zwei kam Wertingen tatsächlich wieder auf 11:12 heran, als sie in Ermangelung von echten Torchancen ihr Glück mit Distanzwürfen versuchten. Doch kamen die Gegner nun auch öfter zum Torwurf, weil die Abwehr rein körperlich nicht mehr so stark war, scheiterten sie immer wieder an Laura, die sich von Minute zu Minute noch steigerte. Tempogegenstöße, klare Chance von Außen, immer wieder Jubel auf Gröbenzeller Seite (im Vergleich natürlich sehr leise, unser Publikum bestand ja nur aus drei Leuten). Der letzte Wertinger Siebenmeter ging erst beim dritten Versuch ins Tor. So konnten wir die Gegner immer auf noch so kleiner Distanz halten und dann kam im entscheidenden Augenblick auch immer wieder ein Gröbenzeller Tor. Mit dem 11:14 war unsere Schwächephase definitiv überwunden, knapp zehn Minuten vor Schluss beim Stand von 11:17 war uns der Sieg schon nicht mehr zu nehmen. Ihre tolle Leistung dieses Spiels und der ganzen letzten Wochen im Training und bei den Damen II krönte Lana heute mit zwei Toren, eins davon das erste von ihrer Position Rechtsaußen. Ebenso Fabi, unermüdlich aber nicht ganz so erfolgreich wie sonst am Kreis holte sie ihre Torchancen beim Siebenmeter nach und traf als einzige zweimal. Dani konnte zeigen, dass Ihr die Halblinks-Rosition mindestens genauso gut liegt wie Außen und Kreis und warf auch ein wunderschönes Rückraumtor. Eins-gegen-eins übertrumpfte sie die Gegner im Angriff wie in der Abwehr immer wieder mit ihrer Schnellkraft und Technik.
Steffi lieferte vor allem in der Defensive eine wirklich super Partie, genauso Julia. Hoch aufmerksam und beweglich sorgte sie dazu im Angriff für ausreichend Platz für Linas „Spaziersprints“ durch die Abwehr. Wo dieses Mädel wiederum seine Kraft für 110 Minuten Vollgas Handball hernimmt, bleibt nach wie vor ein Rätsel ;)
Nach dem Abpfiff hieß es jubeln und schnell ein Gruppenbild mit den neuen Trikots machen, bevor das Endergebnis von 15:19 von der Anzeige verschwand.Wir bedanken uns bei Martin Schäfer für den Satz neuer Trikots, die uns heute neues Glück gebracht haben!!
Mit vollem Einsatz dabei: Laura (Tor), Lana (2/1), Fabi (3/2), Lina (8), Steffi, Dani (6/1), Julia
Stark gekämpft und doch verloren
Eine bittere, weil knappe Niederlage mussten wir im letzten Heimspiel gegen den TSF Ludwigsfeld hinnehmen. Unsere Bank war so gut bestückt wie die ganze Saison noch nicht, keine Ausfälle und zusätzlich zu Lina, Dani und Julia unterstützte uns noch Anja. Von der Quali wussten wir ja noch, dass Ludwigsfeld sehr temporeich spielte und waren deshalb vor allem darauf bedacht, keine Tempogegenstöße zuzulassen und sie stattdessen zum Positionsspiel zu zwingen um unsere Defensivstärke ausspielen zu können. Tja, soweit die Theorie. Die ersten sieben bis acht Treffer der Gäste kamen dadurch zustande, dass die Hälfte unserer Abwehr sich noch nicht mal umgedreht hatte während die Gegner schon aufs Tor warfen… Doch wieder bestand darin eigentlich unsere Hoffnung und langsam bekamen wir dieses Problem tatsächlich besser in den Griff. Dank Laura konnte Ludwigsfeld den Vorsprung nie weiter als auf 3 Tore ausbauen, zur Pause stand es 13:15. Mit frisch eingeimpftem Siegeswillen ging es in die zweite Hälfte und schon nach wenigen Minuten fiel der Ausgleich. Doch wieder gingen die Gäste mit 3 Treffern in Führung. Jetzt zeigten die Mädels Moral und kämpften sich wieder ran, Ausgleich zum 19:19. Fünfzehn Minuten vor Schluss gingen wir mit 21:19 in Führung, und das war offenbar zu früh im Spiel. Kurz darauf befanden wir uns in doppelter Unterzahl. Über die Zeitstrafe gegen Lina lässt sich streiten, auch wenn sie gelb-vorbelastet war. Eine der wenigen fraglichen Entscheidungen des sehr guten Schiedsrichters, aber ausgerechnet jetzt ein Nackenschlag. Jedenfalls war jetzt vor allem die Abwehr geschwächt und wir kassierten 6 Gegentore in Folge, weil wir vorne einfach den Ball nicht mehr reinmachten. Wieder Rückstand und nun keine Zeit mehr für eine dritte Aufholjagd. Auf 24:26 kamen wir noch heran, bevor wir uns im verzweifelten Sturm auf das Ludwigsfelder Tor dann noch die Gegentore einfingen, die die Niederlage mit 24:29 letztlich viel höher ausfallen ließen als der Spielverlauf vor allem der zweiten Hälfte rechtfertigt. Nach dem Schlusspfiff gab es viele Tränen der Enttäuschung, und wir wissen wohl auch, dass einiges hätte besser laufen müssen. Aber an der Einstellung hat es definitv nicht gelegen und die ist wichtigste Voraussetzung dafür, dass es weiter bergauf geht. Gekämpft haben alle Mädels, trotzdem möchte ich drei noch mal besonders hervorheben: Anja, die heuer ihr erstes B-Jugend-Jahr spielt, gab ein imponierendes A-Jugend-Debut; die drei Tore sprechen für sich. Und die an diesem Samstag besten Spielerinnen Dani und Lina, die zuvor beim B-Jugend-Spiel schon hohes Tempo gegangen waren und für ihre Zweitmannschaft in Angriff und Abwehr nochmal vollen Einsatz zeigten.
Vor Weihnachten stehen jetzt noch drei Spiele an, wir wollen das Beste draus machen!
HCD: Laura (Tor), Caro, Lana, Anja (3), Fabi (3/1), Lina(3), Steffi, Dani (6/2) Julia, Sophal (2), Susanne, Meli (3), Mira (4/2)
Abwehrschlacht erfolgreich geschlagen
Am Samstag stand unser erstes Auswärtsspiel auf dem Programm, die Mädels vom TSV Partenkirchen empfingen uns in ihrer Halle vor gigantischer Bergkulisse im Sonnenschein.
Motiviert begannen wir die Partie und gingen gleich einmal in Führung, die wir bis zum 3:5 halten konnten. Unser „spielerisches Nesthäkchen“ Steffi zeigte hier eine wirklich respektable Leistung, vor allem in der Defensive. Doch dann folgten unkonzentrierte Angriffsaktionen, der Ball ging verloren und wir fingen uns drei Gegenstöße in Folge ein. So drehten die Gastgeber plötzlich den Spielstand auf 7:5. Wir nutzten ein Time-out um das Tempo rauszunehmen und uns wieder zu sortieren. Prompt gelang kurz darauf der Ausgleich zum 7:7. Das besorgte Julia mehr oder weniger im Alleingang als sie sich in drei Angriffen in Folge gegen ihre Gegenspielerin durchsetzte und von Linksaußen Tor um Tor erzielte. Kurz vor der Pause warf Sanne von Rechtsaußen das eigentliche 9:9, das der Schiedsrichter aber fälschlich als übertreten wertete. Später gelang ihr aber auch noch ein gültiger Treffer. Also kamen wir mit einem Tor Rückstand aus der Pause (9:8), wollten die zwei Punkte aber unbedingt haben, die ja zehn Minuten lang schon in greifbarer Nähe gewesen waren. Mit Kampfeswillen gingen die Mädels weiter zu Werke und ließen die Partenkirchner nicht davonziehen, immer wieder fiel der Ausgleich für den HCD. Mira stieß immer wieder geradewegs in die Lücken und verwandelte dann auch souverän die fälligen Strafwürfe. Partenkirchens einzig wirklich gefährliche Spielerin war Babsi Hostmann im linken Rückraum. Die ehemalige Bayernliga-Spielerin lieferte eine super Partie und gab unserer Abwehr ganz schön zu schuften. Doch nachdem sie sich die erste Halbzeit über an Melis starker Defensive aufgerieben hatte, kam in der zweiten Hälfte nur noch ein Tor von ihr. Während wir Meli sowohl durch Mira wie durch Fabi entlasten konnten, die nun im Wechsel die Halbposition deckten, besaß Partenkirchen ohne ihre ausgefallene Toptorjägerin Lipf offenbar keine Alternative mehr im Angriff. Unsere Offensive hingegen verteilte die Last wiederum auf mehrere Schultern. Auch wenn es sichtbar schwer fiel, denn Caro auf Rückraum Mitte wurde auf Schritt und Tritt eng gedeckt und Fabi am Kreis kam kaum zu Torchancen. Die eine oder andere bot sich dann aber doch für alle Mädchen, aber manchmal sollte man sich eben doch den Spruch zu Herzen nehmen „Es reicht, wenn der Ball drin ist“. So mancher Wurf landete nämlich am Pfosten. Diese mangelnde Chancenverwertung bleibt nach wie vor unser Manko.
Aber für dieses Mal reichte es dann doch, ausgehend von einem erneuten 13:12-Rückstand spielten wir uns 13:14 in Führung, doch nur um wiederum den Ausgleich zu kassieren. Dieses 14:14 stand minutenlang, Angriff für Angriff brachte keines der beiden Teams den Ball im Tor des Gegners unter. In dieser Spielphase war Laura der stärkste Rückhalt für ihr Team. War in Halbzeit eins dann doch der eine oder andere Wurf von Außen ins Ziel gelangt, mauerte sie jetzt ihr Tor regelrecht zu. Das gab der Abwehr die Gelegenheit, schnell wieder in Ballbesitz zu gelangen, indem man einfach die Würfe ab einem gewissen Winkel zuließ. Diese Vorgehensweise trug dann auch endlich Früchte, als unser Treffer zum 14:15 fiel. Doch noch waren fast fünf Minuten zu spielen und wieder ging vorne der Ball nicht rein. Man musste bangen, ob diese Angriffsflaute uns nicht Punkte kosten würde. Dann kamen ein Pfiff und die Geste auf den Siebenmeterpunkt. Meli nahm die Verantwortung auf sich und führte aus. Der Ball war drin und wir waren durch. Diese Abwehrschlacht haben wir für uns entschieden!HCD: Laura (Tor), Caro, Lana, Fabi, Julia (4), Sophal (1), Susanne (1), Meli (6/2), Steffi, Mira (4/2)
Kraftakt in der zweiten Halbzeit
Am Samstag war die A-Jugend des TSV Vaterstetten, ein alter Bekannter aus Inzeller Trainingslagern, in der Wildmooshalle zu Gast. Trotz eines dritten Tabellenplatzes hatten auch die Vaterstettener bereits zwei Niederlagen einstecken müssen, auf dem Papier war also völlig offen, wie diese Partie verlaufen würde.
Um Meli nach einer Verletzung aus dem letzten Damenspiel erstmal zu schonen, wurde die Startaufstellung ein wenig verändert, Caro besetzte statt Linksaußen die Rückraummitte-Position. Der eigene Zug zum Tor bedarf noch einiges an Steigerung, doch insgesamt übernahm sie dank ihrer Beweglichkeit und technischen Sicherheit diese Rolle souverän. Auf Rechtsaußen zeigte Sanne erfreulich viel Einsatz, jedoch verfing sie sich mit einem letzten Haken nach innen letztlich zu oft in der Abwehr. Unsere eigene Defensive hatte zunächst noch Abstimmungsprobleme, aber Laura zeigte sich heute mal wieder als Siebenmeter-Killer. Vaterstettens erste drei Strafwürfe lenkte sie in Folge erfolgreich ins Toraus. Das Spiel begann unsererseits also mit viel Drive und schnell lagen wir in Führung. Aber dann die alte Leier: Zu dichtes Spielen an der Abwehr plus unkonzentrierte Pässe gleich Tempogegenstoß. Erweitert man die Rechnung um lahmes Zurücklaufen, gilt Gegenstoß = Gegentor. Aus einem 4:2-Vorsprung wurde somit innerhalb einer Viertelstunde ein 5:8-Rückstand, den Vaterstetten bis zur Halbzeit sogar noch weiter ausbaute (7:12). Klare Analyse in der Pause: Aus dem Spiel heraus kann Vaterstetten gegen unsere Abwehr nicht viel zerreißen, und darin besteht unsere Chance. Hinten also weiter so und vorne Bälle reinmachen statt wegschmeißen. Soweit die Ansage, doch bald stand es noch ärger, nämlich 9:15.
In Anbetracht der letzten beiden Spiele, in denen wir zur Pause auch jeweils in Rückstand lagen, dann erst recht einen Einbruch und folgerichtig eine hohe Niederlage erlitten, hätte man den folgenden Kraftakt wohl nicht erwartet. Doch die Mädels gaben sich diesmal nicht auf, sondern behielten den Glauben an das eigene Können. Und langsam, ganz langsam holten wir auf, erst auf 12:15. Dani und Fabi fingen nun die Bälle des Gegners ab und versenkten souverän die Tempogegenstöße. Fabi machte ihr bis dato bestes Spiel, defensiv verbesserte sie sich weiter und übernahm viel Verantwortung, am Kreis, als Siebenmeter- und Gegenstoßschützin unterstrich sie einmal mehr ihr Potential. Auch Sophal belohnte ihren starken Einsatz auf fast allen Positionen mit einem weiteren Tor. Vaterstetten hielt allerdings den Vorsprung, 12:16, 13:17. Nach wie vor aber gaben die HCD-Mädels nicht auf. Unter Regie von Dani auf Rückraummitte legte sich jede Spielerin noch mal richtig ins Zeug. Symbolisch für die veränderte Stimmung: Mira, in der Defensive überragend, die ihren ersten Strafwurf verwarf, trotzdem beim nächsten gleich wieder zum Siebenmeterpunkt schritt und ihn diesmal verwandelte, und den nächsten gleich dazu.
Wir holten weiter auf. Die Abwehr stand jetzt endlich und Laura war schlichtweg grandios. Nach einem Ball in den Magen stand sie kreidebleich zwischen den Pfosten und schaffte es immer noch, eine Selbstsicherheit und Arroganz auszustrahlen, die die Gäste nicht überwinden konnten – wieder ein gehaltener Siebenmeter! Genauso Meli, immer im Mittelpunkt der Abwehr. Nicht ein einziges Mal vom Schiedsrichter geahndet hatte sie stets einen Ellbogen der Kreisläuferin irgendwo in den Nieren und klappte nach einer weiteren Attacke kurz vor Spielschluss beinahe zusammen, verbiss sich aber den Schmerz und spielte weiter. Die Kreisläuferin wurde eilends ausgewechselt bevor sich der Unparteiische sortieren konnte. Wir waren nur noch ein Tor im Rückstand als Dani sich wieder den Ball rausfing und zum Gegenstoß startete. Eine Abwehrspielerin blieb an ihr dran, doch sie behielt die Nerven und versenkte souverän den Ball im Tor – Ausgleich! Aber zu früh gefreut, Vaterstetten setzte nun doch noch einen drauf und erzielte das 17:18. Noch etwas mehr als 1 Minute zu spielen und der Angriff lief. Julia, die abwechselnd im Rückraum und auf Außen wirbelte, fasste sich ein Herz und sprang von Rechtsaußen ab. Eine gefühlte Ewigkeit lang stand sie in der Luft, dann schlug der Ball ins Tor ein – wieder der Ausgleich!
Noch einen Angriff der Gegner mussten wir überstehen, jetzt bloß keinen Fehler machen. Der Wurf aufs Tor kam und Laura hielt. Freudenschreie auf der Bank. 25 Sekunden vor Schluss nahmen wir unsere Auszeit und ließen die Mädels nochmal durchatmen. Der letzte Angriff, die Zeit lief für uns bis die Hupe uns alle erlöste. Geschafft, der erste Punkt, und den haben wir uns redlich verdient!!! Mädels, ein dickes Lob an Euren Kampfgeist, Ihr könnt richtig stolz auf Euch sein!Es kämpften für den HCD: Laura(Tor), Caro (1), Lana, Fabi(5/1), Mira(4/2), Dani(2), Julia(2), Sophal(1), Susanne, Meli(3/1)
Warten auf die ersten Punkte
Nach zweiwöchiger Spielpause – die Erkältungswelle zu Beginn der Heizperiode hatte uns gezwungen, das Spiel gegen Mainburg zu verlegen – stand am Sonntag das nächste Heimspiel gegen den TSV Wertingen auf dem Programm. Mira stellte bei den Damen II die sechste Spielerin in Peißenberg, also mussten wir ohne sie auskommen. Am Tag zuvor hatten außerdem drei der Mädels an den ÜL-Prüfungen teilgenommen und über vier Stunden Demotraining in den Knochen, daher war personelle Verstärkung in Form von Lina, Dani und Julia sehr willkommen. Nun ja, das Spiel ging hoch mit 20:32 (9:13) verloren. Zwar gelangen die angestrebten 20 Tore im Angriff, doch erneut 32 Gegentreffer- so lassen sich Spiele nun mal nicht gewinnen.
Eines der beiden Hauptprobleme: Nur einer von 9 gegebenen Siebenmetern wurde direkt verwandelt, zwei weitere im Nachwurf. Diese Tore fehlen natürlich im Spielverlauf, wenn man versucht Anschluss zu halten, und machen die Sache psychisch nicht leichter. Dass zusätzlich noch 17 Feldtore fielen, zeigt dass die Abwehr der Wertinger auch nicht grade bombenfest stand, oft genug waren Lina oder Meli eben nur regelwidrig zu halten. Auch über die Außenpositionen spielten die Mädels schöne Tore heraus, hier trafen alle Spielerinnen, mit Ausnahme von Lana, die bald mit starken Schmerzen in der Wurfarmschulter aufgeben musste. Am Kreis steigerte sich Fabi im Vergleich zum letzten Spiel noch ein weiteres Stück, während Steffi einige Male nur noch ein Quentchen mehr Glück zum Torwurf fehlte. Dani zeigte mal wieder ihre technischen Stärken und gab mit teils grandios erkämpften und verwandelten Tempogegenstößen dem resignierten Publikum doch noch Grund zum Jubeln.
Das größte Problem stellte wie im ersten Spiel die Abwehr dar. Keine Spur mehr von „verschoben und verdichtet wie eine Amöbe“, von lauten Absprachen, Verschieben oder Aushelfen. Immer wieder klafften breite Lücken, die Lina in letzter Sekunde zu stopfen suchte und dafür am Ende beinahe noch gelb-rot gesehen hätte. Laura hielt was zu halten war und uns eine ganze Weile im Spiel, bis Mitte der zweiten Halbzeit die gegnerischen Konter überhand nahmen. Waren wir auch in Hälfte zwei nochmal auf ein Tor herangekommen (12:13), schwammen jetzt mit der Laufbereitschaft alle Felle davon. Darauf bedacht, keine Verletzungen mehr zu riskieren und das Spiel ruhig zu Ende zu bringen (insgesamt wurden 13 Zeitstrafen verteilt), schonten wir die letzten zehn Minuten die Rückraumspieler und rotierten auch mal Spielerinnen auf ungewohnte Positionen.
Am Montag steht nun aktive Erholung auf dem Programm, damit wir bald wieder angreifen können!
Im Einsatz: Laura (Tor), Caro (1), Lana, Fabi (3/1), Lina (3), Dani (3), Julia (2), Sophal (1), Susanne(1), Meli (6), SteffiFlaute in der zweiten Halbzeit
Einen sehr frühen Saisonstart bescherte uns dieses Jahr der Landesliga-Spielplan für die A-Jugend, vier Tage nach Schulbeginn stand bereits das erste Punktspiel an. Wir konnten in Vollbesetzung antreten, zusätzlich waren Julia und Lina mit von der Partie. Das Spiel gegen den SC Kissing begann mit einem 0:3-Rückstand, zunächst nicht weiter beunruhigend, weil der gewohnte Ablauf. Bevor wir jedoch näher als auf 2:4 herankommen konnten, zogen die Gäste auf 2:8 davon. Besonders Kissings rechter Rückraum bereitete der Abwehr Probleme. Doch so leicht wollten wir uns nicht geschlagen geben. Nach einer Auszeit spielten die Mädels konzentrierter und energischer und belohnten sich selbst mit 5 Toren in Folge. Der neue Spielstand von 7:8 zwang nun wiederum die Gegner zum Timeout, aber die Gröbenzellerinnen blieben ihnen auf den Fersen, 10:11 wenige Minuten vor Halbzeitende. Doch dann schlichen sich wieder kleine Unkonzentriertheiten ein, die die konditionell stärkeren Kissinger Mädels ausnutzten und folglich mit einer 3-Tore-Führung in die Pause gehen konnten (12:15).
Die 2. Hälfte sollte natürlich der Fortsetzung unserer Aufholjagd dienen, aber weit gefehlt. Waren wir auch körperlich unterlegen, lag es doch vor allem am Kopf. Aufgerieben vom Gefühl, dass die furiosen zehn Minuten der ersten Halbzeit nicht mehr eingebracht hatten als einen erneuten Rückstand, fehlte deutlich die Selbstsicherheit im Angriff. Eine Schützin nach der anderen warf links, rechts, oben am Tor vorbei oder der Hüterin in die Arme. Klägliche vier Tore gelangen uns nur noch in den zweiten 30 Minuten. Angesichts einer solchen Flaute fehlte dann natürlich bald die Motivation auch in der Defensive. Der Endstand von 16:32 wirkt erbarmungslos, zeigt aber unsere Aussichten auf: 32 Gegentore sind ganz klar zu viel, hier steht allen Mädels noch Arbeit bevor. Zum einen im physischen Bereich, der letzte Sommerurlaub steckt der einen oder anderen noch in den Knochen. Zum anderen muss die Kommunikation verbessert werden, damit die Lücken, die unsere „Legionäre“ hinterlassen haben, effektiver geschlossen werden. Auch der Angriff birgt Potential: An Torgelegenheiten hat es schließlich nicht gemangelt und mit einer besseren Ausbeute sind 20 Tore sicherlich zu erreichen und können in späteren Spielen eine gute Grundlage bilden.
Im Einsatz: Laura (Tor), Caro, Lana, Fabi (1), Mira (3), Lina (4/2), Julia (1), Sophal (1), Susanne, Meli (6/2), SteffiSilber beim Heimturnier
Einen tollen zweiten Platz belegte unsere A-Jugend am Sonntag nach der Punktspiel-Niederlage vom Samstag. Mit ein bisschen mehr Biss wäre sogar der Turniersieg dringewesen…
Dem Bayernligisten TSV Brannenburg, der in der letzten Landesliga-Saison gerne um die 30 Tore pro Spiel geworfen hat, stemmten sich die Mädels erfolgreich entgegen. Die Inntaler Mädchen waren wohl noch nicht ganz wach, als die Partie angepfiffen wurde. Unsere Mädels hingegen legten los wie die Feuerwehr und von der mangelnden Gegenwehr beflügelt zogen sie flott auf 7:2 davon. Vielleicht hätten wir uns ein wenig langsamer an einen Sieg heranschleichen sollen, jedenfalls waren die Gäste unsanft aus dem Wachschlaf gerissen und fingen nun auch das Torewerfen an. Jetzt war es an uns, überrumpelt die Flügel zu strecken und das Spiel ging sang- und klanglos mit 7:9 verloren. Stolz können wir trotzdem auf unsere Abwehrleistung sein. Nur 9 Gegentore in 25 Minuten, davon hatten wir am Abend zuvor noch geträumt…
Im zweiten Spiel wollten wir jetzt unbedingt einen Sieg einfahren und zeigen, wer Herr im Haus ist. Natürlich waren die Gäste vom TV Kempten bei weitem nicht so spielstark wie zuvor die Brannenburger, was am Ende jedoch die Freude über den deutlichen 8:0-Sieg nicht schmälerte. Besonders die Defensive zeigte hier eine Glanzleistung. Da wurde verschoben und verdichtet wie eine Amöbe und blitzschnell traten die Mädels auf ihre jeweiligen Gegnerinnen heraus und machten den Ball fest. Was noch an Würfen aufs Tor durchkam, machte Laura zunichte, die sich auf direktem Kurs zu prä-Verletzungs-Form präsentierte.
Das letzte Spiel des Tages gegen die zweite Formation des BSC Oberhausen konnten wir denn auch ganz klar für uns entscheiden und somit den zweiten Platz sicher erreichen. Die 25 Minuten nutzten alle Mädels um spielerisch noch ein wenig mehr zu glänzen. Im Spiel zuvor war ja kaum Zeit für den Angriff geblieben, weil die Abwehr die Brannenburger Mädels jedes Mal bis ins passive Spiel gedrängt hatte. Jetzt also wollten wir selber noch Tore nachlegen und das gelang auch jeder einzelnen Spielerin. Für Steffi war es der erste Treffer, herzlichen Glückwunsch!
Alles in allem ein gelungenes Turnier, bei dem sich die A-Jugend in einer Form präsentierte, die trotz dem misslungenen Auftakt eine spannende Saison mit tollen Spielen verspricht!Auf dem Treppchen: Laura (Tor), Caro, Lana, Fabi, Mira, Sophal, Sanne, Meli, Steffi
01.06.08 3.Runde LL Qualifikation – Wie immer das allerletzte Ticket: Landesliga, wir kommen !!
Beim letzten Qualiturnier wurde es sogar noch vor dem ersten Spiel richtig spannend: unser drittes Auto hatte eine Reifenpanne und somit trafen die Hälfte der Spielerinnen und sämtliche Trikots erst kurz vor knapp in Nürnberg ein. Im ersten Spiel ging es dann gegen den TSV Vaterstetten, ein alter Bekannter aus Inzeller Trainingslagern. Wir erwarteten ein spannendes Spiel und die erste Hälfte gestaltete sich auch dementsprechend. Die Abwehr hatte große Probleme mit dem flinken Rückraum der Gegner, auch mehrfaches Neuformieren brachte noch nicht den gewünschten Effekt. Hier erwies sich Verena im Tor als starker Rückhalt, die als Ersatz für die noch nicht wieder einsatzfähige Laura mitgekommen war. Obwohl Feldspielerin und seit Ende letzter Saison nicht mehr aktiv, zeigte sie bereits im ersten Spiel, dass da doch ein gewisses Torwarttalent in ihr schlummert und hielt zwei Strafwürfe, die der Schiedsrichter sehr großzügig verteilte – leider vor allem für die gegnerische Seite. Dort stand ebenfalls ein starkes Tormädchen zwischen den Pfosten, dennoch sah unser Offensivspiel zum ersten Mal besser aus als die Defensive. Mit viel Bewegung erspielten wir uns Chance um Chance, besonders Caro hatte einen schönen Lauf, scheiterte dann aber doch mehrfach an der Vaterstettener Hüterin, so dass vorerst nur zwei Treffer gelangen. Gegen Ende der ersten Hälfte stabilisierte sich die Abwehr – Lolo sorgte rechts für Ruhe, Fabi entlastete die linke Seite und Marina nahm die Spielmacherin so gut wie aus dem Spiel - und wir erhöhten auf 5:7. Aber mit einer Führung umgehen war irgendwie noch nichts für die bislang ja sehr Quali-gebeutelten Mädchen, Halbzeitstand 7:7. In Hälfte zwei wäre noch so einiges drin gewesen, aber die Mädels trafen nicht mehr in dieses verhexte Tor. Dazu verunsicherte eine Verletzung von Mira das Team und Vaterstetten zog davon auf 12:7, bevor endlich wieder der erste Treffer auf unserer Seite fiel. Der kam von Nora auf links außen und war sehr schön herausgespielt. Dennoch lief uns die Zeit davon und so reichte es nur noch zu einem 13:9. Aber der Tag war ja noch jung.
Unser zweites Spiel fand gegen die Altenfurter Gastgeber statt und hätte bestimmt eine interessante Partie werden können. Leider verteilte die an sich besonnen wirkende Schiedsrichterin in 40 Minuten nicht weniger als elf 2min-Strafen. Dass dabei nicht viel an Spielfluss zustande kommen kann, kann man sich im wahrsten Wortsinn ausrechnen. Dennoch sah es zunächst nicht schlecht aus für uns, zur Pause stand es noch 5:6 für Altenfurt. Danach befanden wir uns eigentlich nur noch zu fünft oder gar viert auf dem Feld und hatten eigentlich keine Chance mehr dieses Spiel zu gewinnen. Meli musste nach der dritten Zeitstrafe auf die Tribüne, ein weiterer Nackenschlag. Als größte Spielerin und im Mittelblock der Abwehr positioniert hatte die Unparteiische sie schnell als „Straffällige Nr.1“ ausgemacht und dabei übersehen, dass es sich bei mindestens einem der angeblichen unsportlichen Vergehen um ein Stürmerfoul gehandelt hatte und beim dritten gar nicht Meli, sondern Mira an der Angreiferin dran war.
Doch die verbliebenen Mädels gaben sich nicht auf und kämpften bis zum Umfallen. Sie nahmen das Spiel komplett in die Hand und hielten ein 10:10, nicht zuletzt dank Nicis überragender Rückraumtore. Selbst als sie dann auch noch auf die Bank musste und die Mädels zu viert einem Rückstand hinterherliefen, erzielte Mira noch ein Tor. Lolo lieferte ein sehr starkes Spiel, neben ihrer gewohnt fehlerlosen Defensivleistung wirbelte sie auf der rechten Seite mit enormem Zug zum Tor. Gegenüber war Jessy in Abwehr und Angriff immer präsent. Sehr kurzfristig ins Team zurückgekommen, half sie mit ihrer Routine und spielerischen Fähigkeiten, das Ganze zusammenzuhalten. Susanne sah sich zur Siebenmeterschützin auserkoren und versenkte den Ball glatt in den Maschen. Fabi erzielte ein Herzinfarkt-würdiges Tempogegenstoßtor. Aber es half alles nichts: Altenfurt hatte die bessere psychische Ausgangslage, ihr Publikum im Rücken, meistens einen mehr auf dem Platz, und Handball spielen konnten sie schließlich auch. Es resultierten eine 13:18-Niederlage und schwer enttäuschte, äußerst aufgebrachte HCDlerinnen.Ohne Pause sollte es gleich weiter gegen den TV Großlangheim gehen. Doch wir begannen erstmal zu rechnen und tatsächlich: Ein Sieg im letzten Spiel würde reichen. Was die Mädels bis dato noch nicht wussten war natürlich, dass auch der dritte Platz noch ein Ticket bereithielt. Also ging es noch einmal von vorne los: den Kopf frei kriegen, sich motivieren, bereit machen, in den kommenden 40 Minuten alles zu geben um für das ganze kommende Jahr die Weichen auf Landesliga zu stellen. Großlangheim hatte bisher denkbar knapp gegen Altenfurt verloren und gegen Vaterstetten unentschieden gespielt, war als Gegner also nicht zu unterschätzen. Und doch war von der ersten Minute an klar, wer den Sieg mehr wollte.
Nach 10 Minuten stand es 8:8. Vor lauter Eifer vorne die Tore zu machen, hatten die Mädels ihre Abwehr vernachlässigt. Dann kehrte etwas mehr Ruhe ein, wir spielten konzentrierter und Verena war offensichtlich auch richtig warm geschossen - die Feldspielerin sah man ihr nicht mehr an. In den folgenden 30 Minuten fielen nur noch 12 Gegentore. Hätten wir dann noch alle unsere Tore gleichmäßig auf die restliche Spielzeit verteilt, wäre es wohl ein ruhiger Sieg geworden. Aber der Reihe nach. Von den ersten acht Toren hatte Caro alleine drei geworfen, das komplette Team zog nach. Sophal im rechten Rückraum drehte in Kombination mit Lolo wie mit Nora ordentlich auf und belohnte sich ebenfalls mit drei Toren. Für Nora auf rechts außen war das Torewerfen schon schwerer, aber dafür agierte sie in der Abwehr sicher und beinahe fehlerfrei. Ihren Frust von der Seele – sie war wieder mit zweimal 2min bedacht worden - schoss sich definitiv Meli, mit 9 Toren mal wieder erfolgreichste Schützin. Besonders die drei Siebenmeter über die Fingerspitzen der Torhüterin hinweg waren wirklich sehenswert! Und auch Nici feierte ihren vorläufigen Handball-Abschied nochmal mit einigen Toren. Zur Pause stand es dann 15:11. Doch Tor für Tor schlich sich der Gegner wieder ran, so dass es plötzlich 6 Minuten vor Schluss nur noch 20:19 hieß. Dennoch kam keine Panik auf und sofort fiel wieder ein Treffer für uns, kurz danach der zweite. Jetzt wussten alle, wir sind durch! Aber die Mädels hatten noch nicht genug und legten noch zwei Tore nach. Der deutliche Endstand lautete 25:20 für Gröbenzell. Mit dem Schlusspfiff lagen sich alle in den Armen, eingeschlossen die beiden Trainer und Laura, die vom Mitfiebern mindestens genauso ausgepowert waren. Hastig wurde nach Gilching telefoniert und die Nachricht, dass auch die B1 es geschafft hatte, vervollständigte das Glück. Fertig aber happy feuerten wir noch ein bisschen die späteren Turniersieger Vaterstetten bei ihrem letzten Spiel an und fuhren dann nach Hause - natürlich nicht ohne einen Zwischenstop bei einer bekannten Fastfood-Kette einzulegen…Was unsere Stärke ausgemacht hat, waren Teamgeist und Kampfgeist. Jede Spielerin hat sich absolut in den Dienst der Mannschaft gestellt, jede hat sich bereit gezeigt, neue Herausforderungen anzunehmen wenn die Lage es verlangte. Fast alle haben gezeigt, dass sie Feldtore und Siebenmetertore werfen können. Alle Mädels haben sich gegenseitig angefeuert, aufgerichtet und getröstet. Die drei Turniere haben definitiv Nerven gekostet aber sie haben uns auch enger zusammenrücken lassen. Also: Ende gut alles gut!!!
Es spielten: Meli (16/6), Nici (11/1), Mira (6/2), Caro (5/1), Sophal (3/1), Lolo (2), Susanne (1/1), Fabi (1), Nora (1), Jessy (1), Marina, Verena (Tor)
2. Qualifikationsturnier: "Eine Runde weiter"
Am Samstag war Quali-Turnier in Neu-Ulm. Mit einem Sieg und zwei Niederlagen belegten wir den dritten Platz und sind damit eine Runde weiter.
Das erste Spiel fand gegen die Gastgeber vom TSF Ludwigsfeld statt. Rechts schnell lagen wir mit 3:0 hinten, bevor Nici unsern ersten Treffer markieren konnte. Aus dem Spiel heraus hatte unsere Abwehr die Ludwigsfelder Mädchen gut im Griff, doch regelmäßig schenkten wir ihnen geradezu die Tempogegenstöße. Erst als wir schon mit 6 Toren in Rückstand waren, legten die Mädels den Schalter um und spielten von da an schönen Handball. Fabi gelangen vom Kreis zwei gut platzierte Tore, Halbzeitstand 9:6. In der Pause herrschte noch Optimismus, schließlich sind wir vergeigte erste Hälften gewohnt und mit mehr Disziplin im Angriff hatte sich ja scheinbar auch das Konter-Problem in den Griff bekommen lassen. Aber weit gefehlt. In rascher Folge gingen die Gastgeberinnnen mit nunmehr 8 Toren in Führung. Die HCD-Mädels hatten keine Chance auf irgendeine Art von Spielfluss, landete doch jeder zweite Pass in den Armen der gegnerischen Abwehr - Tempogegenstoß. Als wäre das noch nicht schlimm genug, war die Moral in Sachen Zurücklaufen wieder unter aller Kanone. Laura im Tor wurde derartig allein gelassen, Hut ab, dass sie überhaupt noch drin stehenblieb.
Als sich eine hohe Niederlage abzeichnete, probierten wir sozusagen unter realen Bedingungen aber ohne Druck ein paar neue Sachen aus. Susanne und Marina durften sich im Rückraum versuchen und machten ihre Sache ordentlich, Steffi sammelte Spielpraxis am Kreis, Lana nutzte die Situation und nahm sich einige Chancen von außen und beim Siebenmeter, aber noch wollte der Ball nicht ins Tor. Dafür gelang Nora ihr erster Treffer. Nach einer vielversprechenden Leistung im letzten Training fehlte letztlich nur noch die Entscheidung auch wirklich selber zu werfen und schon war der Ball drin. Das werden wir ab jetzt bestimmt öfter zu sehen kriegen.
Leider war Noras Kreistreffer der letzte in diesem Spiel, das letztlich also hoch (23:7, man mags kaum hinschreiben) verloren ging. Der Kommentar lässt sich beim Spielbericht zum 3. Spiel der letzten Qualirunde nachlesen...Im nächsten Spiel ging es gegen die Spvgg Altenerding, die ihr erstes Spiel ebenfalls verloren hatte. Vorgabe war, dass jede Spielerin hinterher von sich sagen können sollte "Ich hab heut alles gegeben was für mich drin war und hab was für mich persönlich gelernt". Und plötzlich liefs. Weil auch die Mädels liefen. Tempogegenstöße gab es immer noch ein paar, aber jetzt rannten alle mit zurück und prompt verstolperten oder verwarfen die Gegner die Bälle. Das motivierte auch Laura, die jetzt zeigte was sie draufhat und im Turnier über 50% Siebenmeter-Vernichtungs-Quote hielt. Abwehrstark war wie immer Marina auf außen und halb, Nici hielt die Fäden zusammen und Meli stoppte immer wieder Altenerdings stärkste Rückraumspielerin, die sogar noch ein paar Zentimeter Körpergröße mehr hatte. Auch bei Nora blitzte immer wieder ihr Defensiv-Potential auf, hier fehlt allerdings noch die Routine. Im Angriff machte Lolo ein super Spiel. Eigentlich nur kurzfristig von außen auf halb gerückt, weil Sophals Knie nach einer Pause riefen, wirbelte und kämpfte sie auf dieser Position wirklich klasse und belohnte sich dann auch selbst mit 2 Toren. Gleiches gilt für Mira, die in der Offensive durch ihre super Kreisanspiele unglaublich wichtig ist und immer für viel Bewegung sorgt. Auch Caro besann sich ihres Könnens, ging offensiv zu Werke und belohnte sich mit einem Torerfolg. Mit soviel Einsatz konnten wir das Spiel dann mit 15:13 für uns entscheiden, auch wenn wir zur Halbzeit kurz mit 8:9 in Rückstand geraten waren. Nach dem Sieg war die Freude groß und draußen in der Sonne wurden die diversen Stärkungen brüderlich geteilt: Erdbeeren, Kuchen, Salat, Brezn und Wurstsemmeln.
Vor unserm nächsten und letzten Spiel begann die Rechnerei, doch leider waren unsere Chancen auf Platz 1 sehr gering, das Torverhältnis gegenüber Ludwigsfeld war einfach zu schlecht. Also war das Ziel sich so gut wie möglich zu verkaufen. Wir gingen denn auch bald mit 4:2 in Führung, schafften es aber nicht, den Gegner auf Distanz zu halten. Deren Rückraum bereitete immer wieder massiv Probleme und brachte den TV Etwashausen schließlich bis auf 6:11 in Führung. Jetzt regte sich aber Widerstand bei den Gröbenzeller Mädels. Unter Regie von Nici holten Mira und Meli im Rückraum Tor um Tor auf. Sophal, Caro und Lolo sorgten für permanente Bewegung auf den Außenpositionen, Fabi am Kreis. Mitte der zweiten Halbzeit stand es 10:13, als plötzlich sehr viel auf einmal passierte. Caro fischte in der Abwehr einen Ball raus und schoss das Tor, bevor Meli, die bei einem ungeahndeten Stürmerfoul verletzt worden war, wechseln konnte. Während sie in der einen Sekunde noch Schmerzen in der Seite signalisierte, schlug sie im nächsten Moment der Etwashausener Angreiferin wiederum den Ball aus der Hand, sprintete nach vorne und versenkte den Ball im gegnerischen Tor. Jetzt waren wir zwar auf 12:13 ran, aber mit zwei Rückraumspielerinnen auf dem Feld, die sich beide ungefähr grade noch auf den Beinen halten konnten, da auch Mira angeschlagen war und mit dem letzten Quentchen Kraft spielte. Prompt folgte wieder der Gegentreffer. Nach dem Doppelwechsel gingen die Gegnerinnen weiter in Führung, was die momentan körperlich unterlegene Sieben auf dem Feld zusätzlich ins Straucheln brachte. Etwashausen nutzte die Situation souverän aus und baute seinen Vorsprung in den letzten 3 Minuten auf 6 Tore aus. Eine Minute vor Schluss bekam Lana nochmal die Chance auf ihr Tor, und diesmal versenkte sie den Siebenmeter in den Maschen zum Endstand von 14:19. Kein Beinbruch, wenn auch ärgerlich, da wir erstens gerne den sehr netten Ludwigsfeldern zum Turniersieg verholfen hätten und zweitens der kämpferische Einsatz aller Mädels einen Sieg verdient gehabt hätte!
Fazit. Das erste Spiel war wirklich zum Vergessen, aber insgesamt sind wir als Team wieder einen großen Schritt weitergekommen!
Es spielten: Laura (Tor), Caro (2), Lana (1/1), Lolo (2), Steffi, Fabi (3), Nici (10/3), Mira (5), Sophal, Susanne, Meli (12/2), Marina, Nora (1)
1. Qualifikationsturnier: "Eine Runde weiter"
Die heurige A-Jugend setzt sich zusammen aus wenigen 91ern der alten A- und aus der alten B-Jugend ohne Dani, Lina und Julia. Diese drei gehörten natürlich letztes Jahr zu den Leistungsträgern und wollen erstmal ersetzt sein. Allerdings hat die Mannschaft in der vergangenen Saison mehrfach gezeigt, dass sie -etwa verletzungsbedingte- Ausfälle auffangen kann und auch diejenigen Spielerinnen, sie sonst nicht soviel Verantwortung tragen, wichtige Rollen übernehmen können. Mit der Unterstützung der "alten" A-Jugendlichen blickten wir also diesem Turnier ganz optimistisch entgegen, zumal Meli, die sich eigentlich auf die Damen konzentrieren wollte, sich kurz zuvor wieder zurück an Bord meldete. So fuhren wir also mit einem stolzen 14er-Kader nach Mainburg und ließen die Dinge auf uns zukommen.
Im ersten Spiel gegen den BSC Oberhausen wollten wir in allererster Linie sehen wo wir stehen. Der Gegner hatte die letzte Saison als bayerischer Vizemeister beendet und startete klar als Favorit in dieses Turnier. Schnell war auch klar, dass in diesem Spiel nicht mehr drin war, als die Oberhausener zu ärgern, was uns dafür aber ganz gut gelang. Neunmal musste deren Torhüterin hinter sich greifen, soviel Tore erzielte nicht mal Mintraching gegen sie. Unser Rückraum mit Nici als Chefin und Sophal, Mira und Babsi als "Exekutive" sorgte nach einigem Warmlaufen im Verlauf des Spiels für ausreichend Bewegung und Meli am Kreis räumte ein ums andere Mal ab. Auf den Außenpositionen wechselten sich die "alten Hasen" Lolo, Caro, Susanne und Marina mit unseren "Einjährigen" Fabi, Sandra, Nora und Steffi ab. Hut ab, im Laufe des Turniers schlugen sich alle vier wacker trotz der ungewohnt rasanten und körperbetonten Spielweise, Fabi konnte sogar gleich ein Tor erzielen. Letztlich waren die Oberhausener Mädels uns aber natürlich spielerisch und überlegen und brachten dieses Spiel mit 9:19 zu Ende.
Nach nur einem Spiel Pause ging es gleich weiter gegen den nächsten Brocken, die SG Mintraching-Neutraubling. Diese Mannschaft hatte uns offenbar um einiges unterschätzt und brauchte geschlagene 6 Minuten, um gegen unsere aufmerksame Abwehr ihr erstes Tor zu werfen. Großes Kompliment an Steffi, die hier erst ihr zweites Spiel bestritt! Bis kurz vor der Halbzeitpause hielten wir noch gut mit, doch dann merkte Mintraching, dass die für einen Sieg einen Gang höher schalten mussten, was sie dann auch taten. Nach der Pause zeichnete sich denn auch hier eine deutliche Niederlage ab, also nutzten wir die zweite Hälfte, um die Leistungsträger zu schonen und jeder Spielerin Praxis zu geben. Leider stieß Fabi während eines Tempogegenstoßes so unglücklich mit ihrer Gegnerin zusammen, dass sie das Spiel nicht beenden konnte. Wir unterlagen letztlich zwar mit 3:13, wussten aber, was wir geleistet hatten.
Unser drittes Spiel fand gegen die Mainburger Gastgeber statt. Wir wollten ein schönes Spiel spielen, Gas geben und 2 Punkte einfahren. Doch es kam ganz anders. Die uralte Schwäche der B-Jugend hatte sich mit in die A-Jugend geschleift und das gesamte Team infiziert: Wir passen uns dem Niveau der Gegner an. Wo gegen zwei Bayernliga-Spitzenmannschaften noch klasse Handball gespielt wurde, liefen wir gegen ein Bezirksoberliga-Team zur Pause einem 0:7-Rückstand hinterher. Im Angriff herrschte absolute Flaute und wie so oft kam dann auch noch das Pech dazu. Wer auch aufs Tor warf, der Ball ging partout nicht rein. Binnen weniger Minuten war die Motivation am Tiefpunkt und das zeigte sich ganz deutlich in der Defensive. Lahmes zurückjoggen in die Abwehr schenkte dem Gegner weitere leichte Tore. Wenn die Hälfte der Truppe nicht mit zurückläuft, frustriert das die andere schuftende Hälfte erst recht! Auch in Halbzeit zwei kam die Abwehr im wahrsten Wortsinn nicht mehr auf die Beine. Mental am Boden ging einfach gar nichts mehr. Am Schluss spielten alle vier "Jährlinge" mit Susanne im linken Rückraum und Meli, der dann noch 2 Treffer gelangen. Sie brachten das Spiel ordentlich und mit Anstand zu Ende. Aus diesem Spiel gibt es nur zwei Dinge zu merken:
Wer nicht kämpft hat schon verloren und wer nicht läuft hat auf dem Feld nix verloren!!!Das letzte Spiel gegen den TSV Lohr war nun der letzte Strohhalm, um noch an zwei Punkte und somit in die nächste Runde zu kommen. Wir starteten gut und gingen mit 2:0 in Führung, doch der Nachmittag neigte sich dem Ende zu, drei anstrengende Spiele steckten bereits in den Beinen und die Mädels vom TSV hatten schon in ihren vorhergehenden beiden Spielen gezeigt, dass sie hauptsächlich schnell sind. Laura trieb ihre Formkurve wie alle anderen noch einmal nach oben und hielt erstklassig, doch die Gegner liefen einfach allzu viele Tempogegenstöße. In der zweiten Hälfte trennten uns daher noch 5 Tore von "durch" oder "nicht-durch". Mit vereinten Kräften kamen wir noch auf ein 7:9 heran und stellten nun wohl das insgesamt bessere Team, aber auch die vereinten Kräfte schwanden zusehends. Am Schluss stand ein 8:11 und die Gewissheit, in diesem Spiel alles gegeben zu haben was möglich war.
Also ist das Abenteuer Bayerliga-Quali wieder zu Ende. Wir konnten zwar keine Punkte mitnehmen, aber die Erkenntnis, dass dieses Team auch schon nach nur zwei Wochen gemeinsamen Trainings schönen Handball spielen kann! Mein Dank an die fahrenden Eltern und alle Spielerinnen, vor allem an Laura, die sich all diese fiesen platzierten Gegentore um die Ohren werfen lassen musste, und an Lana, die zu Hause blieb und dafür bei ihren Minis mitfieberte.
Am 3. Mai geht's weiter in der Landesliga-Quali, bis dahin ist noch Zeit für das eine oder andere Lauftraining ;)Es spielten: Laura (Tor), Caro, Mira (2/1), Lolo, Fabi (1), Sandra, Nora, Nici (6/2), Steffi, Sophal (1), Susanne, Meli (12/2), Babsi, Marina
A-Jugend, LL 2007 / 2008: Berichte