1. Mannschaft, Bayernliga 2008 / 2009: Berichte
9.5. 2009, Knappe Niederlage beim Final Four
9.5. Der Countdown läuft:
Die Creme de la Creme des bayerischen (Nichtbundesliga-) Damenhandballs trifft sich in Gröbenzell !!!
Die einzige Regionalliga Mannschaft aus Bayern, der ESV Regensburg,
der neue frisch gebackene bayerische Meister vom TSV Ismaning,
die flinken Damen vom TSV Winkelhaid
und natürlich unser Team vom HCD Gröbenzell..... fighten um den BHV-Pokal!!!
Unser Team braucht Eure lautstarke Unterstützung !!!
Wenn wir die Wildmooshalle zur „Wildmooshölle“ verwandeln, dann kann der HCD im Halbfinale gegen den Favoriten aus Regensburg über sich hinauswachsen , .... und dann ist alles möglich!!!Für ein spannendes Rahmenprogramm ist gesorgt:
- 13.00 Vorspiel der HCD - D-Jugenden
- Glücksrad von Toyota Schilling
- Torwand von Toyota Schilling mit tollen Preisen
Wir freuen uns auf Euer Kommen und auf ein Mega Handballevent !!
18./19.4.09 Remiswochenende in der Ferne
Es war Pech dabei. Antje Wettstädt zielte, da noch zehn Sekunden zu spielen waren in der Bayernliga-Partie in Winkelhaid, auf das Tor, doch der Ball traf nur das Lattenkreuz. Es hätte der Siegtreffer sein können für die Handballerinnen vorn HCD Gröbenzell. So blieb es am Samstag beim 27:27 - Unentschieden, dem das Team am Sonntag ein weiteres Remis, diesmal 20:20, in Vaterstetten folgen ließ.
Am Sonntag gehörte erneut Antje Wettstädt, der Ältesten im Team, die Schlussszene. Diesmal gelang ihr die Führung. Doch das 20:19 überdauerte die finalen Sekunden in der Bayernliga-Begegnung in Vaterstetten nicht. Obwohl HCD-Trainer Claus Lohmann noch eine Auszeit genommen und sein Team darauf vorbereitet hatte, wie die Gastgeberinnen nun versuchen würden, noch zu einem Treffer zu kommen, verhallte seine Vorab-Schilderung des Szenarios ungehört. Doch der TSV Vaterstetten traf über die Rechtsaußenposition - wie Lohmann vorausgesagt hatte - zum 20:20. „Das war ärgerlich", fasste der Coach zusammen, „aber dafür war das Remis vom Samstag umso erfreulicher".
In Winkelhaid hatten sich zwei junge Mannschaften ein schnelles, sehenswertes Duell geliefert. Der HCD lag bis zur Halbzeit (15:14) fast immer vorne, später, beim 20:16, sogar aussichtsreich. Eine überragende Partie zeigte dabei Gröbenzells Juniorennationalspielerin Aline Fischer, der mit neun Toren allein ein Drittel aller Gröbenzeller Treffer gelangen. Doch die Mädchen aus Winkelhaid gaben nicht auf und kamen schließlich wieder auf 27:27 heran, ehe Wettstädt beim finalen Wurf scheiterte.
In Vaterstetten waren nur acht Tore vor der Pause keine gute Ausbeute für den HCD, der zum Seitenwechsel 8:11 zurücklag. Hernach ging Gröbenzell beim 14:14 erstmals auf Tuchfühlung. Die Chancen auf einen Sieg standen gut, als dann Torfrau Sandra Lambser beim Stand von 19:19 einen Siebenmeter hielt und Antje Wettstädt ihr Team danach sogar noch mit 20:19 in Führung brachte. Doch „die Luft ist ein bisschen raus", wusste Trainer Claus Lohmann. Deshalb sind die beiden Unentschieden für den Tabellendritten der Bayernliga nicht weiter von Belang.baz
TSV Winkelhaid - HCD Gröbenzell 27:27
HCD: Lambser, Bartel; Hermannstaller (3), Schuster (4/1), A. Fischer (9), Wettstädt (2/2), Kilias (4), S. Fischer (4/2), Wömer (1), Egle.
TSV Vaterstetten - HCD Gröbenzell 20:20
HCD: Lambser, Bartel; Hermannstaller, Schuster (2/1), A. Fischer (4), Wettstädt (5/3), Kilias (2), S. Fischer (7/1), Wömer, Egle, Malenoff.
5.4.09 Die Kräfte schwinden
TSV Haunstetten - HCD Gröbenzell 25:22
Langsam geht unserem furiosen Bayernligateam ein wenig die Luft aus. Kein Wunder, die Saison ist lang, der Kader unglaublich jung und dazu auch nicht sonderlich breit. Coach Lohmann hatte diese "Probleme" schon lange angesprochen. Beim Auftritt in Haunstetten verloren die Gröbis im 2. Auswärtsspiel hintereinander die notwendige Konzentration und mussten sich dem stark aufspielenden Schwabenexpress mit 25:22 geschlagen geben. Die Aufstiegsambitionen rücken somit in weite Ferne. Trotzdem: Keep Cool Mädels, ihr seit für uns weiter "die Besten"!
22.3.09 Kondition schlägt Körpergröße
HCD Gröbenzell - HC Erlangen. 30:28
Gröbenzell Nachzulassen im Saisonendspurt wollen sich die Handballerinnen des HCD Gröbenzell nicht leisten, obwohl sie sich an der Bayernligaspitze kein weiteres Fortkommen mehr ausrechnen. Aber der Tabellendritte steht noch im Pokal-Final-Four, das auch noch an eigener Heimstatt ausgetragen wird. Der 30:28-Heimsieg über den HC Erlangen bedeutete dem HCD deshalb, auf dem richtigen Weg zu sein.
„Es war ein Superspiel von uns", freute sich Trainer Claus Lohmann über die Leistung seiner Handballerinnen gegen ein körperlich überlegenes Erlanger Team, in dem Lohmann beinahe jede Spielerin „mit Gardemaß" auflaufen sah. Der HCD lag jedoch mit seiner Taktik richtig, sechzig Minuten lang volles Tempospiel aufzuziehen und in offensiver 3-2-1-Aufstellung in der Abwehr zu agieren. Meist lagen die Gastgeberinnen mit bis zu zwei Toren vorn, zur Halbzeit hatte Erlangen auf 15:15 ausgeglichen.
Nach der Pause spielten die Gröbenzellerinnen ihren konditioneilen Vorteil aus und ließen den Vorsprung sukzessive anwachsen. Eine erste Vorentscheidung fiel, als der HCD seinen drei Toren hintereinander den Vorsprung von 23:20 auf 26:20 erhöhte. Später führte man sogar mit 30:23, ehe Lohmann sein Team in den Schlussminuten „noch schludern" und fünf Gegentore in Folge hinnehmen sah. Doch: „Wir waren nicht mehr in Gefahr". SZ 24.3.09, BazHCD: Lambser, Bartel; Hermannstaller (5), Schuster (3), A. Fischer (7), Wettstädt (1/1), Frank (4), Kilias, Wörner (1), Egle, S. Fischer (9/3).
15.3.2009: Alle Optionen offen - Gröbenzells Handballerinnen können noch aufsteigen
HCD Gröbenzell HaSpo Bayreuth 25:21Gröbenzell Der Blick auf die Tabelle der Handball-Bayernliga der Frauen ist für Claus Lohmann derzeit nur sekundär. „Wir schauen von Spiel zu Spiel", sagt der Trainer des HC Damen Gröbenzell, „und warten ab, was am Ende herauskommt." Herauskommen könnte beispielsweise, dass der HCD seine Aufgaben in den nächsten Wochen erfolgreich erledigt, der momentan punktgleiche Tabel-lenzweite TSV Bergtheün mit dem ungleich schwereren Restprogramm noch irgendwo Federn lässt und die Gröbenzellerinnen plötzlich in der Regionalliga wähnen dürfen. Denn eines ist schon jetzt so gut wie sicher: Der TSV Ismaning, seines Zeichens Tabellenführer, wird wohl darauf verzichten, nach nur einem Jahr Bayernliga wieder in die Regionalliga zurückzukehren. „Davon kann man wohl ausgehen", sagt Lohmann, der ziemlich unaufgeregt mit der Tatsache umgeht, dass der Zug in die höhere Spielklasse für seine Mannschaft noch längst nicht abgefahren ist.
Die Option, den Aufstieg in die Regionalliga doch noch zu schaffen, haben sich die Gröbenzeller Handballerinnen am Samstag mit einem Heimsieg gegen HaSpo Bayreuth weiter erhalten. Nach einer schnellen 7:2-Führung ließen sich die Gastgeberinnen allerdings von einigen Schiedsrichterentscheidungen allzu leicht aus dem Rhythmus bringen. Bayreuth kam bis heran, konnte den Gröbenzeller Heimsieg aber nie in Gefahr bringen. Vor allem Sina Fischer war von den Gästen kaum in den Griff zu bekommen und mit elf Treffern die erfolgreichte Werferin beim HCD Gröbenzell. SZ 22.3.09, llg
HCD Gröbenzell: Lambser, Jäger; Hermannstaller (3), Schuster, Malenoff, Aline Fischer (3), Wettstätt (4/1), Frank (2), Kilias (2), Sina Fischer (11/3), Wör-ner, Egle.
14.2.2009: Knappe Niederlage beim Tabellenführer
TSV Ismaning - HCD Gröbenzell 27:23 (12:11)
Heimniederlage gegen unbequeme Dachauer
HCD Gröbenzell - ASC Dachau 28:30
Mit Glück an die Spitze, HCD-Handballerinnen biegen enge Partie noch um
HCD Gröbenzell - TSV Haunstetten 25:24
Es lief die 57. Minute als Julia Schuster die Order von Claus Lohmann bekam, sich ein gelbes Leibchen überzuziehen. Der Coach des Bayernliga-Handballerinnen des HCD Gröbenzell wollte seine Torhüterin durch eine siebte Feldspielerin ersetzen, um zumindest noch einen Punkt zu retten. Doch es kam anders. Mit Sandra Lambser im Tor drehte der HCD das Spiel in den letzten Minuten, gewann mit 25:24 und liegt dadurch nach Minuspunkten gerechnet an der Tabellenspitze. Denn der Ligaprimus aus Winkelhaid verlor beinahe zeitgleich sein zweites Spiel in Folge.
Den Zuschauern war schnell klar, einen Schönheitspreis würde das Spiel gegen Haunstetten nicht gewinnen. Beide Mannschaften gönnten sich den Luxus, größte Chancen auszulassen. "Ich dachte nicht, dass wir das noch gewinnen, unsere Chancenauswertung war einfach zu schlecht", gab Lohmann zu. Hinzu kam eine Fehlerquote, die man in einem Bayernligaspiel selten sieht. Das Spiel lebte einzig von der Spannung. Dem TSV gelang es nicht, sich entscheidend abzusetzen, der HCD schaffte es nie auszugleichen. Für den Fall, dass es zwischenzeitlich drohte langweilig zu werden, waren die Unparteiischen zur Stelle, die ein ums andere Mal durch zweifelhafte Entscheidungen für Raunen auf der Tribüne sorgten.
Auch nach der Pause (11:13) ging das Chancenvergeben unvermindert weiter. Lohmann versuchte zwar , mit den unterschiedlichsten Aufstellungen dem entgegenzuwirken, doch ohne Erfolg. Symptomatisch für das Spiel war, dass ausgerechnet der Gegner den HCD wieder ins Spiel brachte. Denn als sich die Trainerin des TSV entschloss, Sina Fischer eng zu decken, hatte deren Mitspielerinnen mehr Platz und nutzten den konsequent aus. Hinzu kam die konditionelle Schwäche der Gäste. Die Folge: Der HCD glich erstmals seit Minute sieben wieder aus und lag kurz vor Schluss mit zwei Toren in Führung. Julia Schuster konnte das gelbe Leibchen wieder ausziehen und sich mit ihrem Team über einen glücklichen Sieg freuen. Stephan Lohde
HCD: Lambser, Jäger; S. Fischer (6), A. Fischer (6/1), Frank (3), Kilias (3), Schwaiger (3), C. Wörner (2), Hermannstaller (1), Wettstädt (1), Schuster.
Nach neun Spieltagen auf Rang zwei:
Bei den Bayernliga-Handballerinnen des HC Damen Gröbenzell ist der Aufstieg kein Tabuthema mehr
HC Erlangen - HCD Gröbenzell 24:27
Nach dem 27:24-Auswärtssieg beim HC Erlangen kann sich Claus Lohmann langsam auf die entscheidende Frage vorbereiten. Seine Bayernliga-Handballerinnen liegen nach neun von 24 Spieltagen auf dem zweiten Rang, der Aufstieg in die dritthöchste Liga scheint möglich. Der Trainer hält sich jedoch noch zurück, wenngleich seine Aussage schon nicht mehr ganz so negativ ausfällt wie vor einigen Wochen noch. Von einem Dreikampf um den Aufstieg spricht er und rechnet seinen HCD zum ersten Mal explizit dazu. Am Ende würden jedoch Kleinigkeiten den Ausschlag geben, so der Trainer.
Dass der HC Damen Gröbenzell bis jetzt neben Winkelhaid und Ismaning zu eben diesen drei Aufstiegsaspiranten gehört, liegt vornehmlich an der gut strukturierten Abwehrarbeit. Und das ist Lohmanns Erfolg. Er gehört zu der Sorte von Trainern, die eine starke Defensive einem Wirbelwind im Angriff unterordnen. Auch im Training gehört die meiste Zeit der Verbesserung des Abwehrverhaltnes.
Gegen Erlangen zeichnete sich diese Vorliebe erneut aus. Die Gastgeber verfügen über einen wurfgewaltigen Rückraum, vielleicht den stärksten der Liga. Vor allem Angelika Elfinger auf der halblinken Position ist im Schnitt für zwölf bis 15 Tore pro Spiel gut. "Die haben alle Gardemaß", sagte Lohmann. Genutzt hat es den Erlangerinnen am Ende freilich wenig. Der HCD machte es den Franken nicht leicht. Jedes Tor musste hart erarbeitet werden, die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste stand einfach zu gut. Selbst Elfinger brachte es nur auf fünf Tore.
Bis zur Pause (13:13) war kein Team in der Lage, sich entscheidend abzusetzen. Das gelang dem HCD erst beim 23:20 gegen Ende der Partie. Dabei hätte die Begegnung schon früher entschieden sein können. Drei Strafwürfe sowie einige Gegenstöße nutzten die Gäste nicht zum Torerfolg. Dass es schließlich dann doch reichte, lag auch an Torhüterin Sandra Lambser, die einen glänzenden Tag erwischte. Kleinigkeiten eben, die ein Spiel oder am Ende sogar eine Meisterschaft entscheiden können.Stephan Lohde
HCD Gröbenzell: Lambser, Laag; A. Fischer (12/5), Schwaiger (5/1), Hermannstaller (3), S. Fischer (3), C. Wörner (2), Frank (1), Kilias (1), Egle, Wettstädt.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.282, Donnerstag, den 04. Dezember 2008 , Seite 7
Kritik vom T rainer- Claus Lohmann mit seinen Handballerinnen unzufrieden
HCD Gröbenzell - Waltenhofen/Kottern 35:29
Schlecht gespielt und trotzdem gewonnen, lautet das Fazit des HCD Gröbenzell gegen die SG Waltenhofen/Kottern. Zwar waren die Bayernliga-Handballerinnen mit 35:29 erfolgreich, doch Trainer Claus Lohmann klang alles andere als zufrieden. Darüber hinaus verletzte sich mit Aline Fischer die beste Werferin des HCD in der Schlussminute. Ihr Einsatz in einer Woche bei der wichtigen Partie in Erlangen ist daher fraglich.
"Das war kein gutes Spiel und 29 Tore für den Gegner sind völlig indiskutabel", schimpfte der Trainer. Lediglich die ersten zehn Minuten zeigte der HCD, warum er derzeit Tabellenzweiter ist. Gewohnt schnelle Angriffe brachten leichte Tore. Eine Auszeit des Gegners brachte den HCD völlig durcheinander. Aus einem 7:2 wurde ein 7:5. Lohmann nahm seinerseits ein Timeout, sein Team berappelte sich und ging bis zur Pause mit 22:13 in Führung. Das Spiel war gelaufen, das wusste jeder in der Halle. Wohl auch die Spielerinnen. Ganz offenbar war nur noch die 40-Tore-Marke interessant, was auch den Abschlüssen der Gastgeberinnen anzumerken war.
"Jede wollte so viele Tore machen wie möglich", kritisierte Lohmann eine gewisse Arroganz bei seinem Frauen. Einzig Laura Frank nahm der Coach aus dieser Generalkritik heraus. Der Rest des Teams versuchte es zusehends mit dem Kopf durch die Wand und vergab überdies reihenweise Großchancen. "Ein 40:15 wäre das richtige Ergebnis gewesen", erklärte Lohmann. "So gewinnen wir in Erlangen nicht", warnt Lohmann vor dem Tabellensechsten. Der Trainer hofft aber, dass dies ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit war. Stephan Lohde
HCD: Lambser, Laag; S. Fischer (9), A. Fischer (8/4), Frank (4), C. Wörner (4), Kilias (3), Schwaiger (3), Egle (2), Hermannstaller (2), Schuster.
Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr.274, Dienstag, den 25. November 2008 , Seite 7
HCD-Frauen üben im Punktspiel, HaSpo Bayreuth - HCD Gröbenzell 18:33
Claus Lohmann, Trainer der Bayernliga-Handballerinnen des HCD Gröbenzell kann zwar nicht in der Zeit zurückreisen, doch er scheint nahe dran zu sein. Exakt eine Stunde und 44 Minuten hat er am Samstag benötigt für die Strecke München nach Bayreuth. Fast eine Stunde unter der im Routenplaner veranschlagten Zeit. Beruflich war Lohmann länger gebunden, doch selbst wenn er es nicht mehr rechtzeitig geschafft hätte, seine Abstinenz hätte den 33:18-Erfolg seines Teams nicht gefährdet.
"Das ist eine Zweiklassengesellschaft in der Bayernliga", stellt der Trainer immer deutlicher fest. Oben fünf gute Teams auf Augenhöhe und danach neun Mannschaften, die nicht die nötige Klasse besitzen, den anderen gefährlich zu werden. Zu dieser Kategorie gehört die HaSpo Bayreuth. Vor allem die inzwischen stärkste Abwehr der Bayernliga machte es den Gästen äußerst schwer, zum Torerfolg zu kommen. Pass- und Schrittfehler oder Zeitspiel ermöglichten es dem HCD seinerseits ohne viel Aufwand zu leichten Treffern zu kommen. Besonders das gewohnt hohe Tempo führte dazu, dass der HCD von Beginn dominierte und schnell auf 6:1 davonzog. Zum Pausenpfiff (16:8) war die Partie entschieden.
Die zweiten 30 Minuten nutzte Lohmann, um sich auf das "einzige harte Spiel bis Weihnachten" - in zwei Wochen gegen HC Erlangen - vorzubereiten. Erlangen gehört der Lohmannschen Definition nach zu den starken Gegner. Daher ließ der Trainer viele einstudierte taktische Varianten spielen. Üben unter Wettkampfbedingungen nennt man das wohl. Lohmann würde so etwas nicht aussprechen, dem Respekt vor dem Gegner wegen. "Sie sollten einfach Spaß haben", erklärte er seinen Spielerinnen in einer Auszeit. Den hatten sie, der Zwischenspurt auf 22:9 lässt keine anderen Schlüsse zu. Das 33:18 bedeutetet schließlich den dritten Kantersieg im siebten Spiel. Stephan Lohde
HCD: Lambser, Laag; S. Fischer (8), A. Fischer (8/2), Hermannstaller (4), Kilias (4), Schuster (3), Schwaiger (3), Wettstädt (2), C. Wörner (1), Egle, Frank
Quelle: Süddeutsche Zeitung, Nr.267, Montag, den 17. November 2008 , Seite 12
HCD-Handballerinnen siegen in Nürnberg, 1. FC Nürnberg II HCD Gröbenzell 22:25
Gröbenzell Es sind zwar erst sechs Partien in der laufenden Saison absolviert, doch Claus Lohmann und der HCD Gröbenzell befinden sich zumindest auf einem guten Weg. "Oben festsetzen", lautete Lohmanns Vorgabe vor Beginn der Runde, nun kann er zu recht behaupten: Etappenziel erreicht. Die Bayernliga-Handballerinnen haben bereits gegen alle Spitzenteams gespielt und stehen weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz. Am Wochenende entführte der HCD erneut zwei Punkte aus fremder Halle, dieses Mal beim Tabellendritten, dem 1. FC Nürnberg II.
Für die Franken bietet es sich an, Spielerinnen, die in der ersten Mannschaft nicht so recht zum Zuge kommen, Spielpraxis in der Reserve zu geben. Eigentlich nichts besonderes, das ist in jedem Klub die gängige Praxis. Eher ungewöhnlich ist aber die Tatsache, dass die dritte Torhüterin des amtierenden Deutschen Meisters in der Bayernliga auf der Rückraumposition auftaucht und dort auch noch für erheblichen Wirbel sorgt. "Die hatte einen unglaublichen Hammer", zollte Lohmann ehrfürchtig Respekt. Sechs Tore gelangen Sabine Stockhorts, ehe sich der Trainer der Gäste zu einer ungeliebten Maßnahme genötigt sah. Spielerinnen in Manndeckung zu nehmen sei für Lohmann das letzte taktische Mittel, hatte er unlängst zugegeben. Gegen die Wurfgewalt einer in Fahrt geratenen Torhüterin musste er jedoch zu dieser Variante als Ultima Ratio greifen. Mit Erfolg, fortan gelang der FCN-Akteurin nur noch ein einziges Tor.
Bis dahin hatte der HCD "all das gemacht, was man nicht machen sollte", so Lohmann. Im Angriff versuchte man zu schnell zum Torerfolg zu kommen und vergab die größten Chancen. In der Abwehr stand der HCD zu lässig. Zur Halbzeit lagen die Gastgeber 14:12 in Führung. "Wir haben über den Kampf ins Spiel gefunden", beschrieb Lohmann den Rest der Partie. Die Manndeckung der Torhüterin tat ein Übriges. Dem 1. FC Nürnberg fiel keine Gegenmaßnahme ein. Beim 22:21 lag der HCD zum ersten Mal in Front, gab diese Führung bis zum Schluss nicht mehr ab und gewann am Ende mit 25:22.HCD: Lambser, Laag; S. Fischer (6/1), A. Fischer (5), Schwaiger (5/3), Kilias (2), Schuster (2), Egle (1), Frank (1), Hermannstaller (1), Wettstädt (1), C. Wörner (1).
hde
Gröbenzeller Handballerinnen kassieren im Spitzenspiel die erste Niederlage und fallen auf Rang drei
HCD Gröbenzell - TSV Winkelhaid 22:31
Gröbenzell Es war die große Chance dem Rest der Liga ein wenig zu enteilen. Das Vorhaben ging gehörig daneben. Die Bayernligahandballerinnen des HCD Gröbenzell unterlagen im Spitzenspiel dem Verfolger vom TSV Winkelhaid am Ende deutlich mit 22:31.
Es gibt Tage, an denen mag einfach nichts so richtig laufen. Dann ist das, was sonst beinahe wie von selbst klappt, plötzlich schier unmöglich. Der HCD musste diese Erfahrung am Sonntagnachmittag machen. Als Spitzenreiter empfing man den Zweitplatzierten, mit einem Sieg hätte sich der HCD als einziges Team der Liga weiterhin eine weiße Weste bewahrt. Doch von Beginn an war der Wurm drin im Spiel der Gastgeber. Aline Fischer fehlte aufgrund eines Trauerfalls in der Familie und auch am Rest des Teams ging dies wohl nicht spurlos vorüber. Der HCD agierte unkonzentriert und zerfahren. Nach 15 Minuten lag die Mannschaft von Trainer Claus Lohmann bereits mit 4:9 im Hintertreffen. "Die hatten den Kopf nicht frei", erklärte der Coach im Anschluss an die Partie. Das habe er schon in der Kabine gemerkt. Vor allem die Abwehr, bis dahin das Prunkstück des Spitzenreiters, hatte ein ums andere Mal das Nachsehen.
Besonders im Verhalten eins gegen eins ließen sich Lohmanns Spielerinnen wiederholt zu einfach ausspielen. Das machte es auch den ansonsten sicheren Torhüterinnen des HCD beinahe unmöglich an diesem Tag zu glänzen. Lohmann wechselte währende der Partie häufig auf dieser Position, doch auch Sandra Lambser und Isa Laag mochten nicht so richtig ins Spiel finden. Im Angriff lief es nicht viel besser. Zu behäbig und mit wenig Spielwitz verrannte man sich zusehends in Einzelaktionen und ließ weniger den Ball als die Mitspieler laufen. Bis zur Pause hatte sich der Vorsprung der Gäste auf fünf Treffer eingependelt (10:15). Auch die Partie am Vortag, als man durch ein ungefährdetes 33:16 beim Bezirksoberligisten TV 2000 Rothenburg im Pokal in die Runder der letzten Acht eingezogen war, mochte Lohmann nicht als Ausrede gelten lassen. Denn auch der TSV Winkelhaid hatte diese Hürde tags zuvor zu nehmen.
Dem HCD fehlte es an Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Und die dicht gestaffelte 5:1-Deckung der Gäste machte ein Durchkommen beinahe unmöglich. Falls doch, war da noch die gut aufgelegte Torhüterin der Gäste oder der Wurfkreis, in den die Gastgeber ein ums andere mal traten. Spätestens beim 16:23, 15 Minuten vor dem Ende, war selbst dem größten Optimisten in der Halle klar, dass dem HCD kein Mittel mehr einfallen würde die TSV Abwehr in die Bredouille zu bringen und das Spiel sogar noch zu drehen.
Viel Zeit zum Nachdenken bleibt dem HCD indes nicht. Am kommenden Wochenende wartet Nürnberg II, das nächste Spitzenteam der Liga. Stephan Lohde
HCD: Lambser, Laag; S. Fischer (7/5), Schwaiger (4), Hermannstaller (3), Kilias (3), Wettstädt (3), Schuster (2), Egle, Frank, C. Wörne
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.255, Montag, den 03. November 2008 , Seite 12
Vorbericht 02.11.08: HCD Gröbenzell - TSV Winkelhaid
Mit einem sehr überzeugenden 25 : 11 Heimsieg gegen den TSV Weidhausen haben sich unsere Damen im oberen Tabellenbereich etabliert. D.h. am 02.11.08 kommt es zum absoluten „Knallerspiel“ gegen den TSV Winkelhaid. Etwas überraschend ist das junge Team aus Winkelhaid in dieser Saison, genauso wie unsere Truppe, noch ungeschlagen. Es wird also zu einer sehr interessanten Begegnung auf Augenhöhe kommen. Auch die Mannschaft aus Winkelhaid schwimmt derzeit auf der Erfolgswelle und was eine jugendliche Begeisterung zu bewegen vermag, wird auch an der Entwicklungs dieses Teams sehr deutlich. Bereits in der letzten Saison waren die beiden Spiele sehr umkämpft. Auch Winkelhaid spielt einen schnellen Tempohandball und wird unseren Damen sicherlich mehr abverlangen, als die Mannschaft aus Weidhausen. Auch in diesem Spiel wurde sehr schnell deutlich, daß der HCD über eine der besten Abwehrreihen in der ganzen Bayernliga verfügt. Die Deckungsreihe präsentierte sich als echter Verbund und ließ über die gesamte Spielzeit kein einziges wirklich leichtes Tor zu. Nach 17 Minuten hatte das Team aus Weidhausen erst 1 ! Tor erzielt und sehr viel öfter auch nicht auf das Tor geworfen. Offensichtlich hat sich das Team von Claus Lohmann den allseits bekannten Spruch zu Herzen genommen - Spiele werden in der Abwehr gewonnen - und in der Vorbereitungszeit intensiv an der Abwehrarbeit gefeilt. Was mir aber besonders auffällt, ist die Leidenschaft mit der über 60 Minuten insbesondere in der Abwehr gespielt wird. Ich schreibe extra „gespielt“ und nicht „gearbeitet“, denn es wird mit Verstand und Herz verteidigt. Das Hauptaugenmerk liegt in vielen Situationen auf dem Ballgewinn und dem sofortigen einleiten des Gegenstoßes. Dieser unbedingte Einsatzwille wird sicherlich auch der Schlüssel zum Erfolg gegen den TSV Winkelhaid sein. Wenn es gelingt mit einer schnellen Rückzugsbewegung auch diesem Gegner das Torewerfen so schwer wie möglich zu machen, dann ist auch in diesem Spiel vieles für unsere Mannschaft möglich.
Der Zuschauerzuspruch in den letzten beiden Spielen war sehr erfreulich und für reichlich Stimmung wurde auch gesorgt. Das lässt keinen Gegner unbeeindruckt - Mädels, Jungs, Frauen und Männer, auf in die „Wildmooshölle“ am 02.11. um 14.00 Uhr - lasst uns unser Team lautstark anfeuern, die Tabellenspitze lockt - das ist Ansporn genug.
Im Vorspiel um 12.00 kämpfen unsere Damen II gegen den Eichenauer SV um die nächsten Punkte!.
HCD-Frauen stürmen an Spitze, HCD Gröbenzell - TV Weidhausen 25:11
Gröbenzell Knapp eineinhalb Stunden standen die Handballerinnen des TV Weidhausen vor der Partie beim HCD Gröbenzell im Stau, 15 Minuten vor dem Anpfiff trafen sie erst ein. Aber auch ein rechtzeitiges Eintreffen hätte eine Niederlage wohl nicht verhindert. So aber kamen die Gäste beim aktuellen Bayernliga-Tabellenführer mit 11:25 unter die Räder.
Zu deutlich war von Anfang an der Unterschied: Hier Behäbigkeit und ein umständlicher Spielaufbau auf Seiten des TV Weidhausen, dort das gewohnt schnelle Spiel und der starke Zug zum Tor. Wenn auch mit leichten Abstrichen, stellte HCD-Coach Claus Lohmann fest. "Wir haben uns ein wenig der Spielweise des Gegners angepasst." Dennoch sei für ihn schon nach zehn Minuten klar, "dass da nicht mehr viel passiert". Das handballinteressierte Publikum war sich da nicht so schnell sicher, doch auch die 200 Zuschauer erkannten spätestens beim 11:5-Pausenstand, dass der TV Winkelhaid an diesem Tag kein echter Prüfstein sein würde.
Vor allem die starke Abwehr des HCD machte an diesem Tag den Unterschied. Leichte Tore waren für die Gäste schier unmöglich. Nach der Pause legten die Gastgeber dann noch ihren mittlerweile obligatorischen Zwischenspurt hin und zogen auf 15:5 davon. Weidhausen fehlte vor allem das Fehlen einer gefährlichen Rückraumschützin und hätte ohne die gut eingestellte Torhüterin noch deutlicher verloren.
Das 25:11 macht unterdessen eine wichtige Entwicklung beim HCD deutlich. Selbst wenn über den Gegner wenig oder nichts bekannt ist, schafft es Lohmann schafft sein Team perfekt auf den Kontrahenten einzustellen. Mehr noch: "Wir zwingen dem Gegner unser Spiel auf", erklärt er selbstbewusst. Die kommenden Partien gegen Winkelhaid und den 1. FC Nürnberg werden zeigen, ob das gerechtfertig ist. Beide Gegner sind wie der HCD bis dato verlustpunktfrei. Stephan Lohde
HCD: Lambser, Laag; S. Fischer (7/2), A. Fischer (5/1), Frank (3), Hermannstaller (4), Kilias (2), C. Wörner (2), Schwaiger, Egle (2/1), Wettstädt.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.251, Dienstag, den 28. Oktober 2008 , Seite 6
20.10.08 Vorbericht HCD Gröbenzell - TV Weidhausen 18.00 Uhr
Nach den zuletzt gezeigten, sehr überzeugenden Leistungen hofft die zahlreiche Fangemeinde, das Team und auch der Trainer, auf eine Fortsetzung des „Gröbenzeller Herbstmärchens“. Nach drei schweren Spielen 6 : 0 Punkte auf dem Konto auf der Aktivseite bilanzieren zu können, damit hätten wohl auch die kühnsten Optimisten nicht gerechnet. Die Saison ist natürlich noch sehr lang , es sind noch 23 Spiele und da kann noch sehr viel passieren. Trotzdem bleibt nach den ersten Begegnungen sehr positiv zu resümieren, daß sich die Mannschaftsleistung auf einem hohen Niveau stabilisiert hat. Unser Team lebt im Spiel unseren Leitspruch „ Teamgeist, Dynamik und Leidenschaft“ und das war sicherlich auch der Schlüssel zum Sieg im letzten Spitzenspiel gegen den Regionalliga Absteiger aus Ismaning. Obwohl die „Isis“ vor dem Spiel bewusst tiefstapelten, war der Mannschaft doch anzumerken, wie viel ihnen der Sieg in der „Wildmooshölle“ wert gewesen wäre. Ca. 250 Zuschauer erlebten deshalb ein mit hoher Einsatzbereitschaft und Leidenschaft geführtes rassiges, körperbetontes, aber stets faires Handballspiel . Unseren Damen war ihr Siegeswille in jeder Phase anzumerken, umso größer war natürlich der Jubel am Spielende über den verdienten
26 : 24 Sieg über eine starke, in vielen Phasen ebenbürtige Ismaninger Mannschaft, der in den spielentscheidenden Phasen etwas das Glück und auch die Konzentration fehlte, um das knappe Spiel noch zu drehen - deshalb auch Respekt vor der Leistung der Damen aus Ismaning. Nachdem der Adrenalinspiegel sich wieder eingepegelt hat, gilt es nun den Blick nach vorne auf das nächste Heimspiel gegen den TV Weidhausen zu starten.
Mit 5 : 3 Punkten ist das Team vom TV Weidhausen ganz passabel aus den Startlöchern gekommen. Die letzten beiden Heimspiele gegen Haunstetten ( 24 : 23 ) und Heroldsberg
( 29 : 24 ) wurden gewonnen und das hat sicherlich das Selbstvertrauen der Damen aus dem Frankenlande dementsprechend gestärkt.
Auch wenn der Trainer vom TV Weidhausen, Udo Prediger, unser Team auf den Favoritenschild hebt, so gilt es auch diese Aufgabe mit voller Konzentration anzugehen.
Unser Team hat zur Zeit einen Lauf, wie man so schön sagt - die Devise kann also nur heißen, den Schwung des schwungvollen Saisonauftaktes in die nächsten Partien mitzunehmen.
Liebe Fans, kommt wieder zahlreich in die Halle, wie gegen Ismaning - die Fans sind die „8 Frau“ - für unser Team ist in dieser Saison vieles möglich und wenn wir unsere Damen weiterhin lautstark unterstützen, dann werden wir noch viele tolle Handballspiele erleben können.Autor: Wilfried
18.10.08, HCD Gröbenzell - TSV Ismaning 26:24 - Dem schnellsten Angriff eins ausgewischt (SZ 20.10.)
HCD-Handballerinnen bleiben nach dem 26:24 über Meisterschaftsfavorit Ismaning ohne Verlustpunkt
Gröbenzell: Für Aline Fischer ging die Bedeutung der Partie weit über ein normales Lokalderby hinaus. Für den TSV Ismaning hatte die 18-jährige Handballerin im vergangenen Jahr in der Regionalliga gespielt, nach dessen Abstieg und ihrer Rückkehr zu ihrem Heimverein HCD Gröbenzell erwartete sie die ehemaligen Kolleginnen nun als Kontrahentinnen. Doch nicht nur Fischer hatte das Bayernliga-Heimspiel mit Spannung erwartet, "im Vorfeld waren die Mädels richtig nervös", hatte ihr Trainer Claus Lohmann beobachtet. Doch die Anspannung wich, und am Ende, als der 26:24 (10:11)-Sieg über den Meisterschaftsfavoriten perfekt war, fielen Gröbenzells Handballerinnen in einen wahren Freudentaumel.
250 Zuschauer in der Gröbenzeller Halle hielt es schon zwei Minuten vor Schluss nicht mehr auf ihren Sitzen. Sie beklatschten die letzten Szenen, in denen die Gäste sogar ihre Torhüterin mittenhinein schickten, um die sich abzeichnende Niederlage noch abzuwenden. Doch der HCD hatte sich schon zu deutlich abgesetzt, seinen Vorsprung in der zweiten Hälfte auf bis zu fünf Tore ausgebaut.
Vor der Partie war der HCD von Ismanings Trainer Peter Gräter sogar zum Favoriten ausgerufen worden, worüber sich HCD-Coach Lohmann köstlich amüsierte. Der Tabellenführer, der eine Woche zuvor noch Gegner Heroldsberg mit 43:16 deklassiert hatte, "will sich plötzlich im Verstecken üben?", grinste Lohmann. "Zwei Teams auf Augenhöhe" hatte der HCD-Trainer erwartet - und am Samstag auch gesehen.
Mit dem Unterschied, dass "die zwei Fischers heute eine Klasse für sich waren", wie Gräter neidlos anerkannte. Dabei hatte Kreisläuferin Aline Fischer, die kürzlich in den DHB-Juniorinnenkader berufen wurde, diesmal ihr Aufgabengebiet im Rückraum gefunden, weil ihre zwei Jahre ältere Schwester Sina dort von Beginn an in Manndeckung genommen wurde. Die personelle Variante erwies sich als gelungener Schachzug, die Fischers trafen trotzdem nach Belieben und machten zusammen 20 der 26 Tore.
TSV-Torhüterin Ute Becker hielt das Spiel zunächst offen, indem sie in der ersten Hälfte vier Gröbenzeller Strafwürfe hielt. Auf der anderen Seite trug Sandra Lambser im HCD-Tor mit dazu bei, dass sich die ausgeglichene Partie auch im 10:11-Halbzeitergebnis niederschlug. Auch Lambsers Vorderleute formierten sich zu einem sicheren Verteidigungsverbund. "Wir haben fast keine leichten Tore zugelassen", freute sich Lohmann. Damit war auch das Tempospiel der Ismaninger Handballerinnen, das als das schnellste in der ganzen Liga gilt, zu knacken.
Heike A. Batzer
HCD: Lambser, Laag; Egle (1/), A. Fischer (9/1), Frank (1), Kilias (2), S. Fischer (11/8), Schweiger (1), Wörner (1), Schuster, Hermannstaller.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, Nr.244, Montag, den 20. Oktober 2008 , Seite 12
4.10.08 HCD Gröbenzell - HC Sulzbach 29 : 17, Da staunt der „Fachmann“ und der „Laie“ wundert sich….
Vielleicht verleiht nicht Red Bull sondern T GO unseren Damen Flügel ? Den Saisonstart können wir sehr wohl als gelungen betrachten - 2 Spiele , 2 Siege - Gröbenzeller Handballherz, was willst Du mehr - damit war in dieser Form nicht zu rechnen. Die Entschlossenheit stand beiden Teams vor Spielbeginn ins Gesicht geschrieben. Eines war klar, der starke Aufsteiger aus der Oberpfalz hatte sich nach einem ebenfalls erfolgreichen Saisonbeginn viel vorgenommen. An der lautstarken Trommelunterstützung lag es jedenfalls nicht, daß die Damen aus Sulzbach, dam Ende des Spieles mit leeren Händen dastanden. Beide Teams setzten von Anfang an auf bedingungsloses Tempospiel. Einzig die beiden etwas betuelich wirkenden Schiedsrichter waren mit dem Anpfiff der schnellen Mitte auf beiden Seiten manchmal etwas überfordert und der notwendige Anpfiff ließ des öfteren auf sich warten.
Unsere Damen hatten den besseren Start und nutzten konsequent die herausgespielten Wurfmöglichkeiten. Nach einigen Minuten stand es 3 : 0. Doch in dieser Phase erwies sich der HC Sulzbach als kämpferisches Team und konnte auf 2 : 3 verkürzen. In der Folgezeit scheiteren sie aber zum wiederholten Male an den hervorragenden Reaktionen von Sandra im Tor. In der Abwehr wurde mit vollem Einsatz gearbeitet und aufopferungsvoll gekämpft. Die Körpersprache drückte von vorneherein aus, bei uns gibt es heute keine einfachen Tore. In der Anpfangsphase sorgte unsere Flügelzange Kiki auf rechts und Charly auf links für sehenswerte Tore. Beim Stande von 8 : 3 wurde erstmals ein 5 Tore Vorsprung herausgeworfen. Die Damen aus Sulzbach versuchten vieles aber so langsam wurde deutlich, daß ihnen gegen die schnelle und konsequente Abwehrarbeit die spielerischen Möglichkeiten fehlten und der Rückraum auch nicht die notwendigen Durchschlags- und Wurfkraft entwicklen konnte, um unsere Damen ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Es ist dem ganzen Team und dem Trainer Claus Lohmann offensichtlich gelungen, das spielerische Element auf einem erstaunlich hohen Niveau zu stabilisieren. Beim Stande von 14 : 9 wurden die Seiten gewechselt.
Es war klar, die Damen aus Sulzbach mussten unbedingt zu Beginn der zweiten Halbzeit näher herankommen, sonst ist der „Siegeszug“ endgültig abgefahren. Zu unserer Freude war aber genau das Gegenteil der Fall. Unsere Truppe begann auch die 2.Halbzeit hochkonzentriert und lag bald 8 - 9 Tore vorne. Damit war das Spiel eigentlich entschieden. Die Oberpfälzerinnen ließen etwas die Köpfe hängen, denn alle spielerischen Bemühungen waren zu selten vom Erfolg geprägt und eine Spielerin, die die berühmt berüchtigte „ Brechstange“ auspacken kann, war an diesem Tage in den Reihen des HC Sulzbach nicht auszumachen. Auch die Schiedsrichter wollten sich noch einmal in Erinnerung bringen und sprachen hüben wie drüben eine Reihe von 2 Minuten Strafen aus, die hüben wir drüben manchmal mit Erstaunen aufgenommen wurden. Aber, nachdem das Spiel sowieso mehr oder minder entschieden war, hielt sich die Aufregung darüber auch in Grenzen.
Insgesamt boten unsere Damen eine hervorragende Leistung und gewannen auch in dieser Höhe verdient mit 29 : 17. Der Schlüssel zum Erfolg war sicherlich die sehr gute Abwehrarbeit, gepaart mit starken Torhüterinnen - der Plural ist hier angebracht - und eine variable und auch spielerisch starke Angriffsleistung. Es spricht für die Geschlossenheit der Mannschaft, daß alle Spielerinnen sich als Torschützinnen auszeichnen konnten.
Also, liebe Damen und Mädels, das hat richtig Spaß gemacht Euch zuzusehen. Der reichliche Schlußapplaus vom zahlreich vertretenden Publikum war ehrlich verdient. Mit den bisher gezeigten Leistungen kann unsere Truppe mit Zuversicht in die nächsten Spiele gehen.Wilfried, Gröbenzell, den 04.10.08
27.9.08: HSV Bergtheim – HCD Gröbenzell 23 : 25 - Start geglückt!
Mit einer unglaublich geschlossenen Mannschaftsleistung ist uns ein nicht erwarteter Start in die Saison gelungen. Beim Meisterschaftsfavoriten Bergtheim konnten wir vor lautstarker Kulisse von der ersten Minute mithalten und waren in weiten Teilen des Spiels sogar die dominierende Mannschaft. Ein wichtiger Baustein des Erfolgs war die Einstellung einer jeden Spielerin. So wurde die neuformierte Deckung zu einem kaum zu überwindenden Bollwerk für den Gegner. Wie erwartetet trug Bergtheim ihre Angriffe in einem für diese Liga einzigartigen Tempo vor. Nach 10 Minuten haben wir uns aber sehr gut darauf eingestellt und haben die Tempoangriffe bereits beim Enstehen unterbunden. Leider wurde dies zum Verhängnis für Aline Fischer, sie wurde bereits in der 20. Minute mit Rot vom Platz gestellt. Das Team rückte noch enger zusammen und drehte einen 8 : 6 Rückstand in ein 15 : 12. Mitte der ersten Halbzeit steigerte sich Sandra Lambser im Tor und hielt in Serie freie Bälle. Am Kreis spielte Laura Frank eine Klassepartie. Aber auch der Rückraum mit Sina Fischer (7), Antje Wettstädt (2) und Julia Schwaiger (3) war immer torgefährlich. Mit einem Tor Vorsprung gingen wir in die Pause (15 : 14).
In der zweiten Halbzeit setzten wir uns kontinuierlich ab. Dabei trugen alle Spielerinnen bei. Egal wer eingewechselt wurde, er erfüllte seine Vorgaben und verwandelte seine Chancen. Wenn man bedenkt, dass Charlotte Wörner (5 Tore) und Vicky Egle (2 Tore) noch A-Jugendspielerinnen sind, dann kann man nur den Hut ziehen.
Die Abwehr stand auch in der zweiten Hälfte und ließ lediglich einige Tore von den Außenpositionen zu. Leider versuchten wir ab der 50. Minute den Vorsprung zu verwalten und das ging beinahe in die Hose. So verworfen wir noch 4 Siebenmeter und spielten ohne Druck und Tempo. Isa Laag hielt in dieser Phase 3 Siebenmeter und wurde zum Rückhalt.
Aber die Saison hat ja erst begonnen und so haben wir noch Zeit uns zu verbessern. Das nächste Spiel gegen Sulzbach am Samstag, 04.10.08, 18.00 Uhr wird mit Sicherheit nicht leichter. Der Aufsteiger hat deutlich sein Heimspiel gegen Heroldsberg gewonnen und nur mit 1 Tor in Haunstetten verloren. Mit der gleichen Leistung wie in Bergtheim sollte ein Sieg jedoch möglich sein.Bergtheim: Mainberger, Voigt – Bils 2, Schurr 2, Brezina 6/1, Breitenbach 1, Gothe, Roth 4, Y. Glück 2/1, Pfleger 5, Haberl 1.
Gröbenzell: Laag, Lambser – Schuster, Egle 2, A. Fischer 2, Wettstädt 2/1, Frank 3, Kilias 1, S. Fischer 6/2, Schwaiger 3/2, Wörner 5.
Spielfilm: 2:2 (3.), 4:4 (6.), 8:6 (10.), 9:9 (17.), 12:15 (27.), 14:15 (30.), 16:18 (39.), 18:22 (48.), 21:25 (57.), 23:25 (60.). Zeitstrafen: 7/5. Rot: Roth (40., Bergtheim 3. Zeitstrafe), A. Fischer (20., Foulspiel). Zuschauer: 375.
Beginn der Saison 2008 / 2009
Nachdem wir uns länger nicht mehr gemeldet haben, wird es wieder einmal Zeit einige Zeilen zu schreiben.
Der Urlaub nach der letzten erfolgreichen Saison war nur sehr kurz. Wie allgemein bekannt haben zum Saisonende einige Spielerinnen ihre Handballstiefel an den Nagel gehängt. Wir wünschen auch auf diesem Wege der Michaela Hagl, Veronika Stör, Sandra Ottmann und Ute Kaltner alles Gute in ihrem Handballruhestand und hoffen alle zu unseren Heimspielen als lautstarke Fans wieder in der Wildmooshalle zu sehen. Zudem haben nach einjährigem Gastspiel die Sonja Manke und die Kathi Wörle uns in Richtung Bayern verlassen. Viel Glück in der BOL. Leider legen auch die beiden talentierten Torhüterinnen Steffi Jäger und Patricia Wörner eine Pause ein. Last but not Least wünschen wir unserer letztjährigen Co-Trainerin Tanja Lahl viel Glück. Auch ihr wurde die berufliche Belastung zu hoch.
Wie man unschwer erkennen kann, wird dadurch auch der Generationswechsel in dieser Saison endgültig durchgeführt. Als einer der beiden Neuzugänge hat mit Aline Fischer natürlich eine richtige Verstärkung den Weg zurück nach Gröbenzell gefunden. darüberhinaus konnten wir mit Isa Laag eine erfahrene Torhüterin gewinnen. Wichtig war jedoch auch dass die letztjährigen Jugendspielerinnen Caro Hermannstaller, Charlotte Wörner, Vicky Egle und Nadja Malenoff dieses Jahr ausschließlich in der Damenmannschaft spielen werden und somit auch die komplette Vorbereitung bestreiten.
Der Kader ist aktuell mit 13 Spielerinnen etwas schmal, aber vielleicht gelingt es uns ja noch, die ein oder andere Spielerin zu gewinnen.
Nachdem wir Anfang Juni mit der Vorbereitung begonnen haben, ist der erste Teil mittlerweile geschafft. Trotz einer erfolgreichen letzten Saison, haben wir unsere Abläufe überprüft und einige Neuerungen eingeführt.
So trainieren wir diese Saison dreimal die Woche.
Wir werden durch das Fitnessstudio Elixia Gröbenzell, insbesondere im athletischen Bereich, bis zum Saisonbeginn unterstützt. Jede Spielerin bekam einen individuellen Test und ein für sie zugeschnittes Programm bis Saisonbeginn.
Auch um Verletzungen vorzubeugen, wird uns mit Margot Riebl eine Sportphysiotherapeutin über die ganze Saison betreuen.
Auch haben wir Anfang Juli ein Konditionstrainingslager im Bayrischen Wald durchgeführt. Nach anfänglicher Skepsis war dieses Wochenende ein voller Erfolg. Unter besten Bedingungen wurden 3 Laufeinheiten, eine Mountainbiketour und eine Athletikeinheit mit viel Spass und Gaudi absolviert.Wir ihr seht liegen wir nicht auf der faulen Haut. Dies ist auch dringend nötig, mit 4 Regionalligaabsteigern, nicht zu unterschätzenden Aufsteigern und einer Aufstockung auf 14 Mannschaften wird die Bayernliga so schwer wie die letzten Jahre nicht mehr. Mit einem Altersdurchschnitt von ca. 20 Jahren gehören wir sicherlich zu den jüngeren und damit noch unerfahreren Mannschaften in der Liga. Ich bin jedoch sicher, dass wir die Klasse und die Einstellung haben, im vorderen Mittelfeld mitspielen zu können.
Ein erster Prüfstein war die erste Runde im Pokal. Mit Burghausen (Bayernligaabsteiger) hatten wir sicherlich keinen sehr leichten Gegner, zumal noch auswärts. Mit der richtigen Einstellung war diese Hürde für uns kein Problem. Vorallem in der ersten Halbzeit (15:5) waren richtig gute Ansätze zu erkennen. Der Endstand von 27 : 15 war absolut leistungsgerecht.
Diesen Sonntag (26.07) geht es nach Kissing, wo wir als Pokalverteidiger antreten. Mit Regensburg und einem badischen Oberligisten stehen im August noch zwei schwere Vorbereitungsspiele auf dem Programm.
Ich hoffe wir kommen ohne Verletzung und mit der bisherigen tollen Stimmung durch die Saison.
Auf diesem Weg nochmals vielen Dank an die Vereinsleitung, die uns tatkräftig unterstützt und unseren Wünschen bisher immer mit einem offenen Ohr gegenüberstand.
Claus Lohmann
Damen 1, Bayernliga 2007 / 2008: Berichte